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Samstag, 19. März 2016

Augenblicke ewiglich




Deine Nähe wahrzunehmen,
in der Geborgenheit zergehen.
In einen Herzschlag überzugehen,
gleichsam im Atem vergehen.

Jede Berührung deiner Worte,
lässt mich tief in mir erschauern.
Vollkommen gegenwärtigem Orte,
Augenblicke ewiglich andauern.

Erfühlen zärtlich unsere Wesen,
erliegt offenbart, nackt mein Sein.
Umhüllst mich, alles Leid ist gewesen,
dringst bodenlos in meine Seele ein.

Nur eine Fingerspitze die berührt,
streichelst ungekannte Tiefen in mir.
Trägst mich heraus, Sinne verführt,
lasse mich fallen ganz in, mit dir.

Siehst, liebst mich so wie ich bin,
Wechselseitiges Verlangen in sich.
Keine anderen Worte für all das find,
mit Ausnahme von, Ich liebe Dich.

© by Emma Wolff (05.11.2012)

Sonntag, 6. März 2016

Spiegel seiner Selbst



Sie sitzt zu Hause und grübelt über die letzten Monate und Wochen nach. Wie oft hatte sie das Gefühl, das sie ihn nicht glücklich machen kann. Dass sie ihn nur eine Last wäre und ihr verkapptes Ego gibt den Gedankenkreislauf einfach noch mehr Nahrung. Sie hat einfach das Gefühl dessen allem nicht Wert zu sein und fühlt sich in all ihrem Sein minderwertig, wie gelähmt. Sehr oft verspürt sie die Kälte in sich, vor allem in der Zeit in der sie alleine für sich ist. Sie weiß, wenn sie diesen Raum nicht für sich hätte, würde sie sich voll und ganz, vor allem in ihrer Liebe aufgeben. Die Liebe die sie für ihn verspürt. Es schmerzt so sehr, dass sie dem ganzen ein Ende setzten möchte, obgleich sie weiß, dass es ihr das Herz brechen würde. Ist er der große Spiegel ihrer Selbst und nur in seiner Gegenwart fühlt sie sich Sicher. Nur in seinen Armen findet sie die Ruhe um Schlafen zu können. Nur bei ihm fühlt sie sich wohl. Dennoch sieht sie, dass es ihm nicht gut geht. Hin und Wieder hat sie einen größeren Einblick in seinen Raum und bemerkt auch da, das es Veränderungen gibt, die aufweisen, das bei ihm mehr im Unklaren liegt, als sie vorher annahm. Nur wie kann sie ihm helfen? Sie möchte für ihn da sein, aber ihr liegt derzeit verborgen wie sie ihn erreichen kann. Zu sehr verschwindet er immer wieder in seiner Welt, verliert jedes Gefühl und ist  in keiner Weise glücklich. Selbst seiner Verantwortung kommt er nur schwerlich nach. Sogar sein Körper zeigt immer wieder, dass es Zeit für Achtsamkeit ist und dass die Zeit gekommen ist, dass er sich selber mehr Wert sein muss. Er kümmert sich nur um andere, aber nicht um sich selber. Um das was wirklich wichtig ist. Nur wie kann sie ihm zeigen das er sich seiner selber wert ist, wenn er nichts was sein Innerstes berühren könnte, an sich heran lässt.
Würde ein Gespräch etwas bringen? Sie weiß es nicht. Sie weiß nur, dass es sie schmerzt dies zu beobachten und die Sorge um ihn fast zerfrisst. Sie muss aufhören sich nur um seine Welt zu drehen.
In einem ruhigen Moment schafft sie es die Perspektive für sich zu drehen. Sie kann niemand helfen, der keine Hilfe haben möchte. Sie kann niemanden helfen, der in sich für sich lebt und auch nicht zulassen will, dass er vielleicht ein Problem hat, was er selber bekämpfen muss, sie ihn aber nur begleiten kann. Sie kann ihn nur erreichen, wenn sie den Spieß mal umdreht. So tief wie die beiden Verbunden sind, muss sie alles umkehren. Sie muss wieder beginnen, sich und ihr Leben zu lieben und sich nicht mit  in die Dunkelheit seines Alltags gleiten zu lassen. Sie kann  nur wieder erblühen, wenn sie sich ihrer Leidenschaft des Lebens hingibt. Sie wieder all ihre Kontakte aufnimmt, ihre Arbeit mit der Leidenschaft macht, der sie eigentlich dar lag und nicht mehr nur dem Pflichtbewusstsein herantritt. Nein, sie muss sich heilen und wieder leben. Sie muss das machen was sie glücklich macht. Vielleicht kann sie dann mal der Spiegel seiner Selbst werden. Der Spiegel,  der aufweist, was Glück ist, wo die Liebe ist und wo der größte Schatz des Lebens liegt. Sie ihm den Druck nehmen kann und ihr Leben lebt. Sie ihn mitreisen kann, eben das sie wieder ganz genau so ist, wie es war, als sie sich vor Jahren begegnet sind. Frei, Selbstbestimmt und leidenschaftlich voll Leben in dem gegebenen Moment. Ja, damals war das Leben leichter, auch in der Zeit in der sie zusammen waren.
 Ihre Türen sind nicht verschlossen, sie bleibt offen, aber sie lässt los. Sie muss loslassen, damit sie mit all ihrem Herzen leben kann, ohne sich selbst zu verletzen, denn den meisten Schmerz  fügt nicht er ihr zu, sonder sie und ihre Gedanken, da sie ihre Gefühle zu sehr auf diesen einen Punkt in ihrem Leben gelegt hat und sich selber auf dem Weg verloren hat.
Alleine die Entscheidung, offen wieder sie selbst zu sein, sich all ihrer Leidenschaft für den Augenblick, das Leben hinzugeben, nimmt ihr eine große Last von den Schultern und je länger sie in ihrer Welt, die so voll von Wundern ist, fühlt sie sich auch wieder näher bei sich, so als  hätte sie sich selber wieder gefunden. Je mehr sie bei sich ist, je mehr sie spürt, je leichter fällt ihr der Alltag, umso leichter fällt es ihr ihm seinen Raum zu geben und gleichzeitig zu zeigen das er ein Teil in ihrem ist. Sie lässt ihn teilhaben an all der Schönheit die sich ihr offenbart und bleibt insgeheim in der Hoffnung, dass sie ihn erreichen kann und er eines Tages sich auch selber wieder lieben kann. Dann, erst dann, wenn er den Schmerz in sich losgelassen hat, sein Herz wieder geöffnet hat, wird die Liebe die sie für ihn in sich trägt, ihn auch wieder erreicht werden und es wird ihr Herz berühren, wenn sie sieht, wie er Schritt für Schritt wieder das Glück aus sich strahlen lassen kann.
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.© by Emma Wolff (18.2.2016)

Dienstag, 1. März 2016

Dankbarkeit die verführt





Große Weite, der Raum,
Allesamt ist willkommen.
Illusionär, großer Traum,
im Herzen aufgenommen.

Dankbarkeit die verführt,
Gefühle, wahres Erleben.
Weite das Wesen berührt,
in Inspirationen erbeben.

Woraus die Muse küsst,
viel Liebe zum verteilen.
Das eigene Leben versüßt,
einziger Ort zum verweilen.

In Ruhe und Geborgenheit,
für jeden der einfach nur ist.
Verhüllt in große Sicherheit,
demütig keineswegs vergisst.

Verlieren in Raum und Zeit,
zusammen in unserem Sein.
Verspüren die Verbundenheit,
voll Leben, Liebe, einfach sein.


© by Emma Wolff (18.2.2016)

Sonntag, 28. Februar 2016

Ein Sonnenstrahl




Jeden Tag versucht sie sich nicht von den tristen Farben des Alltags einfangen zu lassen. Alles ist grau in grau und selbst die weise Pracht des Schnees hat es die Tage nicht geschafft, in Beständigkeit liegen zu bleiben und hat sich nur in Regen verwandelt. Dann ist es eigentlich auch nicht schlimm, das sie viel zu tun hat und sich auch noch mit einer Erkältung durch die Tage schleppt. Sie macht in ihrer Einsamkeit ihre Arbeit und lebt so vor sich hin. Immer wenn dunkle Gedanken, passend zu dem äußeren Geschehen aufkommen wollen, versucht sie sich an den Kleinigkeiten die sie entdeckt zu erfreuen. Sei es ein neuer Trieb einer Pflanze, eine neue Blüte die zu strahlen scheint oder ein bewusster Augenblick der Stille. Irgendwie funktioniert es, aber ihr fehlt etwas. Die Kälte der Farben und von außen, wollen sich in ihr breit machen. Sie spürt immer mehr, dass ein Kampf dagegen sie nur noch mehr belasten würde, deswegen gibt sie es einfach auf. Lässt alles geschehen und was sie nicht glaubte, das so viel Schönes aus ihr heraussprudeln kann, das die Arbeit einfach läuft ohne das sie sich weit Gedanken darüber macht. Sie hat einfach aufgehört zu denken, ist da wo sie ist und nur hin und wieder sehnt sie sich nach einem Moment wärme. Wärme, die ihre Seele streichelt und das Herz berührt. Es erscheint ihr wie ein Wunder. Kaum geht es ihr wieder etwas besser, die Arbeit hat sich vom Tisch weggearbeitet, reißt die Wolkendecke am Himmel auf. Eine schon fast ungewohnte Helligkeit und Wärme erfüllt ihren Raum. Ein Lächeln verspürt sie in ihrem Gesicht. Ein angekündigter Termin soll der nächste Punkt an diesem Tag sein. Sie will aber raus, einfach in die Natur und sein. Sie möchte aber auch diesen Termin wahrnehmen. Also greift sie nach dem Telefon und sagt ihren Abholdienst ab. Etwas Unverständnis kommt ihr entgegen, da der Weg doch so weit sei und der Berg etwas beschwerlich. Wenn sie unbedingt laufen möchte, könne sie doch auf dem Heimweg laufen. „Da scheint aber keine Sonne mehr und ich brauche jetzt Sonne.“ Sie ist sehr erstaunt über ihre Entschiedenheit, aber sie freut sich gleich noch mehr auf die Zeit die jetzt kommen soll. Genau das wonach sich ihr Herz sehnt. Ja, ihr Innerstes regelrecht schreit. Sie nimmt sich das, was sie braucht und was ihr gut tut. Ja, das ist Achtsamkeit. Nicht nur machen, sondern auch auf das Herz hören. Einfach nur sein.
So geht sie extra einen Umweg, damit sie in der Stadt der Natur noch ein ganzes Stück näher kommt. Immer wieder bleibt sie einen Augenblick stehen, um so tief Luft zu holen, als würde die Zeit anhalten und sie den Moment, die Sonne und die Wärme in dieser tristen Zeit tief in sich aufzusaugen. Wie eine Batterie die sich auflädt, damit sie in den nächsten Tagen und Wochen wieder aufladen kann. All der Trübsinn, all die Gedanken sind wie verflogen und als sie an ihrem Ziel ankommt, ist sie wie ausgewechselt in der Sicherheit und mit dem Vertrauen in ihre Intuition und der neuen Energie in ihrem Herzen, welches sie um ein weiteres mehr Strahlen lässt. 

(© by Emma Wolff, 7.2.2016)

Freitag, 26. Februar 2016

Wenn du etwas loslässt



„Wenn du etwas loslässt,
bist du etwas glücklicher.
Wenn du viel loslässt,
bist du viel glücklicher.
Wenn du ganz loslässt,
bist du frei. „
(Ajahn Chah)
(Jack Kornfield, Offen wie der Himmel, weit wie das Meer)




Wobei ich dieses Zitat auch schon in einem anderen Buch zum Thema der Buddhistischen Lehre gelesen habe. Loslassen, eines unserer großen Aufgaben den Lebens. Jeden einzelnen Augenblick müssen wir loslassen, damit wir den nächsten empfangen können. Dies ist aber so automatisiert, wie alles andere an dem wir festhalten. Jedoch wenn wir mal die Gedanken und alles in uns loslassen, es einfach mal sein lassen zu denken und es ziehen lassen, dann öffnet sich nicht nur unser Herz und der Blick wird unendlich klar. Nein, wir spüren in genau diesem Augenblick Freiheit in uns. Eine Freiheit die uns mit Liebe durchströmt und durch die wir Kraft und Frieden finden.
Es ist ratsam mit kleinen Schritten zu beginnen. Für manche ist es schon sehr schwer Dinge oder die Vergangenheit loszulassen. Anderen fällt es leichter, weil sie im Leben schon oft loslassen mussten. Sei es weil das Leben andere Wege vorgab und sie ihre Träume gehen lassen mussten, oder weil sie geliebte Menschen gehen lassen mussten. Alles ist ein Loslassen. Nur wenn wir alles gehen lassen, loslassen können wir erkennen das es sich lohnt, einfach nur in diesem, in jedem einzelnem Augenblick einfach zu sein und einfach nur zu leben.
Nicht der Zwang des Loslassen hilft, sondern es einfach zu lassen. So wie in der Meditation. Nur die Übung bringt dich weiter, aber 5 Minuten intensives loslassen, bringen am Anfang mehr, wie 30 Minuten unter Zwang. Am Ende wird sich die Zeit automatisch immer weiter ausweiten und man wird einfach nur sitzen. Sitzen, lächeln und sein.
Freier und Lebendiger kann sich ein Mensch nicht fühlen, als wenn er loslässt und einfach nur ist.

Emma Wolff