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Donnerstag, 24. März 2016
Dienstag, 22. März 2016
Ohne Worte
Jene tiefe unserer Blicke,
lässt uns alles weiter sagen.
Das reine Anwesend sein,
stellt keine weiteren Fragen.
Vieles könnte gesprochen sein,
erspürt je durch die Intuition.
Das Schweigen stellt sich ein,
erfüllt uns in dieser Situation.
Was sollten Worte auch sein,
wenn auch Alles einfach ist.
Ohne Last und ohne Pein,
lediglich, weil du nur bist.
Hingebungsvoller Augenblick,
berührst mein innerstes Ich.
Vereint mehr als nur ein Blick,
Spüre tief, ich liebe dich.
© by Emma
Wolff (5.5.2013)
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Montag, 21. März 2016
Von der Liebe
Wenn die
Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn
ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn
das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.
Und wenn sie
zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn
ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann
wie der Nordwind
den Garten verwüstet.
Denn so, wie
die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie
dich wachsen lässt, beschneidet sie dich.
So wie sie
emporsteigt zu deinen Höhen
und die
zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern,
steigt sie
hinab zu deinen Wurzeln
und
erschüttert sie in Ihrer Erdgebundenheit.
Wie
Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt
dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt
dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt
dich, bis du weiß bist.
Sie knetet
dich, bis du geschmeidig bist;
Und dann
weiht sie dich ihrem heiligem Feuer,
damit du
heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.
All dies
wird die Liebe mit dir machen,
damit du die
Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in
diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.
Aber wenn du
in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es
besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom
Dreschboden der Liebe zu gehen.
In die Welt
ohne Jahreszeiten,
wo du lachen
wirst, aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen,
aber nicht all deine Tränen.
Liebe gibt
nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.
Liebe
besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen;
Denn die
Liebe genügt der Liebe.
Und glaube
nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die
Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.
Liebe hat
keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.
Aber wenn du
liebst und Wünsche haben musst, sollst du dir dies wünschen:
Zu schmelzen
und wie ein plätschernder Bach zu sein,
der seine
Melodie der Nacht singt.
Den Schmerz
allzu vieler Zärtlichkeit zu kennen.
Vom eigenen
Verstehen der Liebe verwundet zu sein;
Und willig und
freudig zu bluten.
Bei der
Morgenröte
mit
beflügeltem Herzen zu erwachen
und für
einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;
Zur
Mittagszeit zu ruhen
und über die
Verzückung der Liebe nachzusinnen;
Am Abend mit
Dankbarkeit heimzukehren;
Und dann einzuschlafen
mit einem
Gebet für den Geliebten im Herzen
und einem
Lobgesang auf den Lippen.
Khalil Gibran
(* 06.01.1883, † 10.04.1931)
(* 06.01.1883, † 10.04.1931)
Wieder einmal ein Wegbegleiter, der es keiner weiteren Worte
bedarf, jedoch sollte dieses Gedicht viele Menschen erreichen, so wie Gibran,
so viele Menschen von so unterschiedlicher Herkunft und Religion erreichen
konnte.
Es ist die Liebe und so wie wir uns alle miteinander
verbinden sollten.
Emma Wolff
Sonntag, 20. März 2016
Liebe in sich erfüllt
Eine unruhige Nacht liegt
hinter ihr. Wirre Träume überfielen sie in der schwülheißen Sommernacht. Es
fällt ihr sehr schwer aufzustehen, da sie die Arbeit der letzten Tage in ihren
Knochen verspürt, dennoch müht sie sich hoch. Ein neuer Abschnitt in ihrem
Leben soll an jenem Tag beginnen und sie weiß nicht was wirklich auf sie
zukommen soll.
Ihr Blick fällt aus dem Fenster
und das Schauspiel, welches sie betrachten darf, holt sie sofort in den Tag, in
den Moment zurück und schenkt ihr unendlich Kraft und Energie. Ganz langsam
verziehen sich die letzten Wolken der Nacht und die Sonne steigt vorsichtig mit
all ihrer strahlenden, glühenden Kraft den Himmel empor. Als würde sie die
Wolken und alles was ihren Anblick stören würde, einfach beiseiteschieben
wolle. In all ihren Farben die sich am Horizont brechen, begrüßt sie immer
weiter den Tag, bis alles wirkt als würde der Himmel in Flammen stehen. Ihre
verschiedenen Rotnuancen spiegeln sich an den weiter ziehenden Wolken und
lassen den Himmel mit jedem einzelnem Atemzug den sie macht anders aussehen.
Sie kann ihren Blick nicht
abwenden und saugt alles was ihr die Natur jetzt schenken mag, regelrecht in
sich auf um dieses Erleben weiter in sich tragen zu können und die Kräfte für
sich, den Tag und auch für den Abschied und Neustart nutzen zu können.
Sie ruht ganz in sich und
verspürt immer mehr die Freude auf all das was kommen mag, auch wenn sie es in
keiner Weise abschätzen kann. Es ist wie ein Abenteuer in welches sie sich an
diesem Tag begibt. Ein Abenteuer des Lebens, welches sie noch neugieriger macht
und den Ort den sie nun verlassen muss, mit einem schönen Erleben hinter sich
lässt. Etwas Wehmut lebt in ihr, aber die erfüllte Freude überwiegt und die
Zeit lässt ihr auch nicht die Möglichkeit, in der Melancholie des Abschieds zu
versinken. Viel lieber wandelt sie ihre neu gewonnene Energie in das Erschaffen
von neuem um, als die Sonne in all ihrer Größe am Himmel steht.
Sie spürt ganz genau, das alles
was jetzt kommen mag, nicht einfach werden wird, aber dennoch das die Schritte
die vor ihr auf dem Weg liegen die rechten für sie in ihrem Leben sind. Das
alles was jetzt kommen mag, genau das bringen mag, wonach sie sich sehnt und
woran sie weiter in sich wachsen wird. Sie spürt all das Leben all die Kraft in
sich aufsteigen, während sie Gedankenverloren einfach nur in sich spürt, bis
sie vollends mit der tanzenden Leere und einer überwältigenden Liebe in sich
erfüllt ist.
(© by Emma Wolff 24.7. /
12.8.2013)
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Samstag, 19. März 2016
Augenblicke ewiglich
Deine Nähe wahrzunehmen,
in der Geborgenheit zergehen.
In einen Herzschlag überzugehen,
gleichsam im Atem vergehen.
Jede Berührung deiner Worte,
lässt mich tief in mir erschauern.
Vollkommen gegenwärtigem Orte,
Augenblicke ewiglich andauern.
Erfühlen zärtlich unsere Wesen,
erliegt offenbart, nackt mein Sein.
Umhüllst mich, alles Leid ist gewesen,
dringst bodenlos in meine Seele ein.
Nur eine Fingerspitze die berührt,
streichelst ungekannte Tiefen in mir.
Trägst mich heraus, Sinne verführt,
lasse mich fallen ganz in, mit dir.
Siehst, liebst mich so wie ich bin,
Wechselseitiges Verlangen in sich.
Keine anderen Worte für all das find,
mit Ausnahme von, Ich liebe Dich.
© by Emma Wolff (05.11.2012)
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