Montag, 28. Juni 2010

Nichts

Immer am Kämpfen mit dem Nichts,
illusionäre Ängste werden aufgebaut.
Um zu wahren die Maske, dem Gesicht,
dem tiefsten, innersten nicht vertraut.

Schwermut, Schmerzen machen sich breit,
Wesen versteinern, Handlungsunfähigkeit.
Fortwährend suchend, das Sein unbefreit,
angetrieben, einwandfreie Unlebendigkeit.

Macht des Gemütes, Gebäude errichtend,
fügen zu der Seele ungeheuerlichster Pein.
Störgefühle wirken darauf vernichtend,
hemmende Gedanken bohren sich ins Sein.

Ein Blick in grundloseste Notsituationen,
Leben und Tod, wahre Gegenwärtigkeit.
Verschieben grundsätzliche Relationen,
weisen auf problemlose Vergänglichkeit.

Versenkteste Sinne, zum Leben erwachen,
in Urvertrauen, bei sich, der Stille wohnt.
Verzweiflung, durchgehend losgelassen,
Vollkommenes Wissen, kein wehren lohnt.

Eine unendliche viel übermäßigere Kraft,
den Moment in klarster und offenster Sicht.
Übernimmt von den Gegebenheiten Macht,
Künftiges untergeht, löst sich auf im Nichts.

Auf dem Körper, die Narben hinterlassen,
in Gedanken, einzeln, Schicht für Schicht.
Erkennen, erleichtert wird alles freigelassen,
denn die projizierten Realitäten sind Nichts.



© by Emma (25.02.2010)

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