Sonntag, 29. Januar 2012

Geschichten des Lebens I - Einem Geheimnis auf der Spur




Die Luft wird immer dünner. Seine Gedanken kreisen unentwegt durch den kleinen Kopf. All diese Geräusche, Stimmen und diese Musik. Alles ist viel zu laut für seine Ohren. Doch er schafft es in seiner Aufregung einfach nicht, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Die Ungeduld in ihm ist einfach zu groß. Genauso wie das Wissen, das er eigentlich etwas unrechtes tut.
Trotzdem, er weiß sich keinen anderen Rat, um einfach nur einmal, einmal in seinem Leben, das zu tun, was alle anderen Menschen um ihn herum immer tun. Jedoch bleibt es ihm verborgen, das Wunder welches jeder andere dabei empfindet. Er möchte dieses Geheimnis einfach ergründen und wenigstens einmal in seinem Leben danach Forschen. Hoffentlich wird es ihm alleine gelingen.
An seine Mutter verschwendete er keinen Gedanken.
Nein. Heute wird er keine Angst haben. Er muss das tun. Er hat alles ganz genau geplant. So und nicht anders soll es sein. Zu viele Dinge sind zu schwer für ihn zu ertragen und zu verstehen.
Die Lichter sind einfach zu hell. Die Geräusche sind für ihn immer viel zu laut. Die Menschen, die sich unterhalten, schreien sich immer nur an. Sie rennen und hasten den ganzen Tag nur sinnlos herum. In dieser Umgebung kann er sich sowieso auf keinen Punkt alleine konzentrieren. Dafür geschieht zu viel um ihn herum.
Er fühlt sich einfach sicherer, wenn er immer alles in den Augen behält. Das ist in solch einem Durcheinander nur so sehr schwer. Er nimmt die Welt eben etwas anders wahr und versteht dadurch nicht alles.
Heute ist das aber egal.
Heute soll der Tag sein, an dem er auch einmal in aller Ruhe und ohne eine Störung die ganzen Dinge betrachtet, die ihm dabei begegnen, weil sie einfach da liegen und weil sie ihn neugierig gemacht haben.
Immer wieder schaut er auf die Uhr. Wirklich verstehen wie viel Zeit noch ist, kann er nicht. Er sieht aber, dass der Zeiger immer weiter rückt. Bald muss es so weit sein.
Bald kann er endlich aus seinem Versteck heraus.
Er hat Hunger und Durst.
Irgendwie hat er das Gefühl das er auch mal auf die Toilette muss.
Aber er muss hier bleiben. Er darf sich nicht bewegen. Sonst wird er entdeckt.
Er muss einfach ganz ruhig hier bleiben. Sonst war all die Planung umsonst. Er möchte endlich verstehen, was die anderen Menschen so toll finden. Er möchte dieses Geheimnis auch kennen lernen.
Er muss sich jetzt zusammenreißen.
Also hockt er sich jetzt ganz leise hin und beobachtet weiter die Zeiger seiner Uhr. Ohne einmal nach oben zu schauen. Ohne auch noch zu hören was hinter seinem Versteck alles geschehen mag. Er schaut einfach nur wie gebannt auf seine Uhr. Mehr nicht. Einfach nur die Bewegung der Zeiger auf dem Ziffernblatt seiner Armbanduhr.
Irgendwann ist es so weit.
Das Licht geht aus.
Das war die Gelegenheit, endlich aus seinem Versteck zu kommen, die Taschenlampe anzuschalten um nur wenigstens einmal in seinem Leben, in aller Ruhe, die Stunden in seiner Stille und seinem Lärm, ohne Angst zu verbringen.
In all der Zeit die er braucht um zu verstehen.
Alleine durch dieses Kaufhaus zu gehen und um eventuell das Geheimnis zu finden, welches jeden normalen Menschen mit angeblich mit soviel Glück beschenkt.


© by Emma (24.5.2011)

Montag, 23. Januar 2012

Zwischenspiel - ... mal so gesehen...

Nach dem ich Wochen und Monate die stille Beobachterin war, konnte ich heute nicht mehr anders als mal wieder einen Beitrag bei ... Mal so gesehen ...  zu schreiben.

Ganz viele liebe und dankbare Grüße an Euch alle
Eure Emma

Sonntag, 22. Januar 2012

Geschichten des Lebens - Es muss sich etwas ändern


Es muss sich etwas ändern und ich will mich bemühen dies auch zu tun.
Ja was muss sich denn ändern? Eigentlich gibt es nicht sehr viel, was ich für mich persönlich ändern kann, da ich im Wandel der Zeit lebe. Dennoch gibt es eine Sache die ich ändern möchte, da es mich mit Traurigkeit erfüllte, wenn ich es so betrachtete.
Dieser Blog bekommt  von mir eindeutig zu wenig Beachtung. Obgleich ich immer sehr dankbar bin und war, für jeden Leser den er hatte und dazu bekam. Dabei schenke ich so vielen Dingen meine Beachtung? Wobei sich das am meisten außerhalb des virtuellen Lebens abspielt, und da ist wo die Geschichten des Lebens spielen.
Wir erleben jeden Tag eine Menge an neuen und alten Eindrücken das wir oft eine Überfluss unserer Eindrücke erleben. Wir hören so viele Geschichten aus unserer Umgebung, doch wir sind in solch einer Reizüberflutung, das wir am liebsten vor allem die Augen und unser Herz verschließen wollen, da wir mit uns so sehr beschäftigt sind und gleichzeitig aus der Angst heraus uns selber schützen wollen.
Ich möchte mich nicht grundsätzlich davon ausschließen, denn auch mir geschieht es regelmäßig noch. Meist wenn ich in Sorge bin. In Sorge um Menschen die ich liebe. Dann werde auch ich blind sogar für mich selber. Um so glücklicher bin ich, das ich diese Falle immer häufiger erkenne, denn sonst wird mir mein Mitgefühl irgendwann noch mal mein Verhängnis.
Aber was hat das jetzt mit meinem Blog zu tun?
Warum sollte ich all das Erleben und die Geschichten die mir jeden Tag begegnen nur für mich behalten? Nein dies wird kein öffentliches Tagebuch meiner Person werden. Jedoch ich werde die Geschichten des Lebens aufgreifen und versuchen sie hier einmal in der Woche für Euch darzustellen.
Einmal in der Woche müsste dies eigentlich möglich sein. Vor allem wenn ich bedenke, das ich früher einmal, mindestens einmal am Tag und fast über ein Jahr lang Texte veröffentlicht habe. So müsste bei all meinen Aufgaben die ich hier habe und die sich mir immer wieder stellen, auch hier möglich sein. Was und wie es genau wird, das weiß ich nicht.
Ob es eine Art Kolumne wird oder nur alltägliche Geschichten sind, ob es Lyrik und Prosa wird oder ob ich so wie jetzt und hier einfach meinen Gedanken freien Lauf lasse, das kann ich zu diesem Zeitpunkt und in diesem Augenblick, nicht wirklich sagen. Aber ich kann zumindest sagen, das ich wieder aktiver bloggen werde und einmal in der Woche euch etwas zum Lesen da lassen werden.
Das ist mein Ziel für dieses Jahr und die Zeit wird uns zeigen wie sich alles entwickeln wird. Ebenso was sich für mich und auch für jeden Leser ändern wird. So wünsche ich uns allen eine aufregende und erkenntnisreiche Zeit die uns vielleicht erwarten wird und mit Spannung werde ich die gesamte Entwicklung abwarten.
Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen Leser dieses Eintrags dazu ermutigen eine Idee da zulassen, unter welchem großen Obertitel bzw. welcher Rubrik, wie z.B. „Geschichten des Lebens“, man dies veröffentlichen könnte. Denn wirklich passend erscheint mir der Titel in diesem Augenblick noch nicht, da es sich nun auch mal nur um Gedanken oder eventuell um ein Gedicht handeln wird, auch wenn der Ausgangspunkt immer aus dem Leben gegriffen ist.
Ich danke Euch vorab schon für Eure Ideen und eventuelle Hilfe, bei dem Start dieses Projekts und der Wiederaufnahme des Bloggertums in meinem Leben, denn ohne Leser und ein konstruktives Feedback geht es nun einmal auch hier nicht.

Sonntag, 15. Januar 2012

Unendliche Worte




Unendliche, wachsende Worte auf mich zuströmen,
im stetigen Versuche die rechten für dich zu finden.
Gebührten deiner Seele, dein Wesen zu verwöhnen,
dulde und schaffe es nicht sie wirklich zu verbinden.

Beharrliche Gedanken, es darf durchaus nicht sein,
könnten für dich erscheinen, etwa wie eine Bürde.
Gleichsam einem Schwure, meiner schweren Pein,
geformt in einer scheinbar ungeheuerlichen Hürde.

Schaffe ich es dich zu erreichen, ohne jene Worte,
deine Sorgen, die Ängste und deine Betroffenheit?
Tief in mir zu spüren, ungeachtet der anderen Orte,
vermag dir geben, über die Grenzen eine Sicherheit.

Mein Herz verheimlicht ein grenzenloses Vertrauen,
zu dir und allem was für uns noch erscheinen mag.
Sollte etwas kommen worauf wir vermögen zu bauen,
wie in der Gelegenheit, der ich mit dir erneut erlag.

Behüten, schützen, ersehne ich Alles was für uns ist,
in all der Gewissheit, ist nichts mehr zu hinterfragen.
Nur damit du keinen Verletzungen, Verlusten erliegst,
leb ich in Verborgenheit, in Hingabe weiter zu tragen.

Bedeutet es mir unendlich viel, nichts ist vergebens,
alleine nur für dich, gegenwärtig an diesem Orte zu sein.
Bis sich für uns etwas wandelt, in der Zeit des Lebens,
um eines Tages mit dir und in unserer Liebe zu sein.

©  by Emma Wolff (5.10.2011)




Sonntag, 8. Januar 2012

♥ Ich liebe Dich ♥


♥ I love you ♥ Je t'aime ♥ Я люблю теб 
  אני אוהב אותך ♥ أحبك ♥ Ti amo ♥ יטש ליב דיטש♥
 ♥ Σ 'αγαπώ ♥ मैं तुमसे प्यार करता हूँ ♥ 私はあなたを愛して ♥

♥ Я кахаю цябе ♥ Jeg elsker deg ♥ Jag älskar dig
♥我愛你 ♥ مجھے تم سے محبت ♥ Seni seviyorum ♥ ผมรักคุณ 
♥నేను నిన్ను ప్రేమిస్తున్నాను♥ நான் உன்னை நேசிக்கிறேன்♥  
♥ Ljubim te ♥ Te iubesc ♥ Eu te amo ♥ من شما را دوست دارم 
♥ Ik hou van je ♥ Amo te ♥ Volim te ♥ Ég elska þig ♥ 
♥ Is breá liom tú ♥ Mwen renmen ou ♥ હું તમને પ્રેમ ♥              ♥ მიყვარხარ ♥ Rakastan sinua ♥ Ma armastan sind 
♥ Обичам те ♥ আমি তোমায় ভালোবাসি ♥ Ես սիրում եմ ձեզ



Egal wo wir uns auf dieser Welt befinden.
Egal in welcher Sprache wir sprechen.
Diese drei kleinen Worte bedeuten überall das selbe vom Herzen kommende Gefühl, welches so intensiv zu sein vermag, dass es keiner weiteren Worte bedarf.
Einfach, weil die Liebe ist wie sie ist und was sie ist.
Sie ist eine Leidenschaft, ein Feuer, welches in uns brennt und uns in aller Hingabe unendlich erfüllt.
So sollten wir uns der Liebe nicht weiter verwehren und sie so leben wie sie uns durchströmt und was sie ist. Deswegen kann ich DIR auch nur sagen:

♥ ICH LIEBE DICH! ♥




Donnerstag, 22. Dezember 2011

Weihnachtsgrüße - Videobotschaft


Hallo ihr Lieben,

bevor ich mich jetzt in die Weihnachtspause verabschiede, möchte ich Danke sagen, mit einem ganz persönlichen Weihnachtsgruß….
… und…
ich wünsche Allen ein wundervolles, besinnliches und erfülltes Weihnachtsfest, voller Frieden, Wärme, Liebe und Licht und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012

Ganz viele liebe und dankbare Grüße
Eure Emma


Samstag, 5. November 2011

Ein Geschenk alleine für Dich




Hallo ihr Lieben!

Endlich ist es so weit und ich möchte Euch allein wieder einmal ein Buch ans Herz legen.
Nicht irgendein Buch, sondern meine erste alleinige Veröffentlichung.





Ein Geschenk alleine für Dich!

 


Klappentext des Buches




„Das ist der größte Frieden, deine Liebe und dein großes Glück.
Und… 
…das ist mein Geschenk alleine nur für dich!“






Wenn ein Kind getauft wird, dann möchten vor allem die Eltern ihm ein ganz besonderes Geschenk machen. So dachte auch Emma und wollte ihren Kindern nur eine kleine Geschichte schreiben. Am Ende ist es dieses kleine Buch für Jung und Alt geworden.
Wundervolle Illustrationen führen durch die Geschichte, die sich nur sehr schwer in ein paar Zeilen zusammenfassen lässt. Sie berührt und bewegt beim Lesen, da sie in ihrer Tiefe für jeden eine Überraschung bereithält.


Für den einen ist es eine kleine Schutzengelgeschichte. 
Für wieder andere ist es eine Reise in unser Innerstes, das ICH, genauso wie es auch eine Reise in die Gegenwart, ins JETZT sein kann.




Erscheinungsdatum: November 2011

ISBN 978-3-8448-0134-7

Paperback
60 Seiten
16 Illustrationen


Preis: 8,90€


Es wird im deutschsprachigen Buchhandel und in mehr als 1000 Online-Buchshops erhältlich sein.
Bestellmöglichkeiten u.a.: 








Obwohl ich nun schon das erste gedruckte Exemplar in meinen Händen halte kann ich es immer noch nicht wirklich realisieren. Deswegen gehe ich jetzt lieber den existenziellen Dingen des Lebens nach und backe Brot.

Jedoch nicht ohne Euch ganz viel Spaß beim Lesen und auf dieser kleinen Reise zu wünschen…

Die liebsten und dankbarsten Grüße schickt Euch allen

Eure Emma

Freitag, 4. November 2011

Schönen Seiten der Vergänglichkeit





Golden, braun schimmert vereinzelt, 
noch heller im warmen Sonnenlicht. 
An ziegelroten Steinen verzweigend, 
trotz kahler Mauer, bleibt jede Sicht. 

In tiefen roten Blättern rankt hinab, 
versprüht des Lebens Farbenpracht. 
Reifende Früchte fallen tief herab, 
die Zeiten, kalte Winde gebracht. 

Das letzte aufflammen des Lebens, 
erfüllt von Wärme, tief und weit. 
Dieser Liebe, Kraft, immer begegnen, 
schönen Seiten der Vergänglichkeit. 











© by emma 1.10.2009

Donnerstag, 3. November 2011

Herbstabendwinde

Fein, zart blau das Himmelslicht, 
von eisig klare Luft durchströmend. 
Feurig schimmernde Wolkenschicht, 
durchflutet den Abend, betörend. 

In der Abendsonne glitzert golden,
am Horizont, des Natures Pracht. 
Weines rote Ranken, im Blicke folgen, 
Wärme, tiefe Leidenschaft gebracht. 

Farbenspiele, des Verstandes beraubt, 
treibende Winde, die Sinne umspielt. 
Fliegend, schweben höher als geglaubt, 
Unendlichkeit, der Sehnsucht erfüllt. 





© by Emma (15.10.2009)

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Verloren im Wald





So viele Bäume nehmen mir jegliche Sicht,
im tiefen Dickicht, du bist verloren im Wald.
Ähnlich einem Tunnel, es fehlt jedes Licht,
mein Rufen in die leere Ungewissheit hallt.

Immer verwirrender bei jeder Verzweigung,
such ich unverzagt nach deinem Angesicht.
Ängstliche Gedanken bringen Verzweiflung,
so sehr ich mich bemühe, es gelingt mir nicht.

Sämtliches dreht sich, erzittre im kalten Wind,
beharrlich vergeht weiter die andauernde Zeit.
Renn weiter damit meine Hoffnung dich find,
weiß dich in deiner unendlichen Hilflosigkeit.

Meine Kräfte schwinden, bin mutlos, schwach,
ein Ende der Suche erscheint so uferlos weit,
Ausnahmsloses ablaufen ruft die Panik wach,
Vermisse dich, unsere symbiotische Einigkeit.

Ist alles unendlich groß, je weiter ich hier lauf,
verloren, allein, ohne Hilfe schaffe ich es nicht.
Kämpfe weiter um dich und gebe niemals auf,
bis du vor mir erscheinst in einem kleinen Licht.

Gebrechlich und erstarrt stehst du vor mir da,
deine Augen, dein Blick sind mit Tränen gefüllt.
Verzagtheit, Fragen, dein Schweigen bleibt da,
Bis ich dich umarme, meine Liebe dich umhüllt.

Sinken zu Boden und lassen Allem freien Lauf,
begreifen nicht, verbinden unser großes Glück.
Ausnahmslos alle Tore brechen in uns ganz auf,
dich hier zu halten, hab dich endlich zurück.

Fragen, warum konnte ich dich nicht sehen?
Eine Schuld entspringt keinen von uns beiden.
Es vermag uns immer wieder zu geschehen.
Alles ist wie es ist, können es nie vermeiden.

Auch wenn die Verzweiflung ist verschwunden,
diese mögliche Gefahr tritt immer wieder ein.
Hinterlässt bei uns beiden erneuerte Wunden,
die Angst der Zukunft wird ein Begleiter sein.

Egal wie vorsichtig und planmäßig wir noch sind,
diese absolute Sicherheit wird es niemals geben.
Immer wieder ein neuer Tag nur für uns beginnt,
dieser Furcht zu stellen und um einfach zu leben.

Am Ufer des Flusses sitzen wir nun für uns allein,
auf golden schimmerndes Wasser fällt unser Blick.
Mit dir, Hier und Jetzt, wieder einfach nur zu sein,
erfüllt mich mit unendlichem Frieden, Liebe und Glück.






© by Emma (20.10.2011)







Montag, 27. Juni 2011

Der kleine Siebenschläfer




Für sie ist dieser Tag immer ein ganz besonderer Tag, vor dem sie sich auch insgeheim immer etwas fürchtet. So viele Erinnerungen und noch mehr Emotionen tauchen in ihr auf. Alleine wenn sie nur an das Datum denkt. Es bleibt ihr nichts anders übrig, als sich mit dieser Gegebenheit auseinanderzusetzen, obwohl sie am liebsten ihre Augen davor verschließen möchte.
Vor ein paar Jahren sollte dieser Tag ihr Leben komplett verändern. Sie wollte diese Verantwortung übernehmen und ihr Leben sollte in ganz neue Bahnen verlaufen. Sie wollte nicht mehr nur in den Tag leben. Alles sollte eine Struktur bekommen. 

Dennoch, wieso ist dieser Tag ein besonderer Tag, wenn sie ihn am Ende dieser ganzen Zeit, nun doch für sich alleine, in diesem ganzen emotionalen Chaos verbringen muss. Es ihr jedes Mal vor Traurigkeit, Sehnsucht und Liebe fast das Herz zerreißt. Nicht genau da sein kann, wo sie es möchte. Den Tag nicht mit dem Menschen verbringen kann, so wie und wo sie es auch vom Herzen her möchte. Nur weil es ihr nicht gegeben ist  und sie sich in ihrem Raum gefangen fühlt und auch nicht heraus kommen soll. 

Es ist der Tag an dem ihr Sohn Geburtstag hat. Das kleine winzige Wesen, welches er mal war. Genau dieses Kind hat sie heute vor ein paar Jahren auf die Welt gebracht. So viele schöne Stunden, Tag, Monate und Jahre hat sie mit ihm verbracht. Nur sollte alles anders kommen, als sie es für sich jemals sah. 

Sie konnte sich nicht mehr alleine um sie kümmern. Ihr Körper vermochte nicht mehr so wie sie es gerne wollte. Zum Glück gab es aber einen Vater dazu bereit und in der Lage war. So wusste sie, dass ihr kleiner Sonnenschein gut aufgehoben sein würde. Solange bis es ihr wieder gut gehen würde. Leider dauerte dies alles viel länger, als sie es hätte erahnen können. Jedoch schaffte sie es, soweit es ihr möglich war, die ganze Zeit den Kontakt und die Verbindung aufrecht zu erhalten. 

Sie wollte für den Kleinen immer nur das Beste. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als das dieses Kind glücklich ist und nicht unter ihren Lebensumständen leiden muss. Deswegen entschied sie sich alles so zu lassen wie es ist. Zu viel Zeit war einfach vergangen. Sie wollte in ihm nicht die Zerrissenheit auslösen, die viele Kinder erleben, nur weil die Eltern nicht mehr zusammen sind. Er sollte da bleiben wo er ist. Es sollte einen Ort haben, an dem er spürt, das ist mein zu Hause und da bin ich. Sie wollte ihm ersparen das Gefühl zu erleben, nicht geliebt zu werden und immer hin und her geschoben zu werden. Sie spürte ganz deutlich, dass er daran zerbrechen würde. Daran zerbrechen würde, sich in diesen jungen Jahren ständig neu orientieren zu müssen. Daran zerbrechen würde, ständig seinen Platz im Leben neu finden zu müssen. Sie sah es als ihre Aufgabe ihm dies zu bereiten. Ihm immer alle Türen offen zu halten und ihn mit all ihrer Liebe, zu jeder Zeit willkommen zu heißen.

Die Jahre sind in der zwischen Zeit ins Land gezogen und sie sitzt an diesem besonderen Tag alleine da. Alleine und ohne ihren kleinen Siebenschläfer. Zu groß ist die Entfernung in jeden Bereich geworden. Die Entfernung durch den Raum, aber auch die Entfernung in den Köpfen. Oft ist es als würde sie nicht mehr zu seinem Leben dazu gehören. Ein riesiger Graben der zwischen ihnen aufgetan hat und nun dort ruht. Auch wenn jede Brücke die sie bauen will, immer wieder zerstört wird und sie weiß, das sie derzeit nicht viel machen kann, so ist sie da. 

Sie ist einfach da. Für ihn und für alle Zeit. Ab und zu erreicht sie ihn durch das Telefon und noch seltener kann sie ihn in ihrer Arme schließen, um ihn noch deutlicher verspüren zu lassen, wie sehr sie ihn liebt. Heute trifft er schon seine eigenen Entscheidungen. Trägt in sich seine eigenen Hoffnungen und Wünsche. Und sie? Sie hat nur den einen Wunsch. Sie möchte einfach nur, dass er glücklich ist. Das wünscht sie sich und versucht ihm zu erfüllen, so weit es ihr und ihren Möglichkeiten gegeben ist. Obgleich es für sie oft  es für sehr schmerzlich ist, weil das für sie heißt, das sie auf ihn noch mehr verzichten muss. Doch sie ist immer für ihn da. Egal was auch geschehen mag. Und eines Tages, da ist sie sich sicher, werden sie auch wieder richtig zusammen finden, auch wenn es noch eine lange Zeit dauern kann. 
Alleine dieser Gedanken gibt ihr wieder die Kraft und die Hoffnung, immer weiter nach vorne zu schauen. Diese Gedanken werfen die Traurigkeit zurück, genauso wie sie die Gewissheit in sich trägt, ihrem kleinen Siebenschläfer geht es gut. Er hat alle Möglichkeiten und alle Türen dieser Welt und zu ihrem Herzen stehen ihm offen. So wird die innige Verbindung die in ihr lebt, für immer bleiben. Es wird nichts geben, was ihr dies jemals nehmen kann. Denn sie ist eine Mutter die ihr Kind, egal was geschehen ist und noch geschieht, immer weiter liebt.

So bleibt sie weiter alleine in ihrem Sein zurück und murmelt immer wieder nur für sich: „Herzlichen Glückwunsch zu deinem großen Tag, mein kleiner Siebenschläfer.“ Bis sie ihn in all ihrer Hoffnung und Sehnsucht, vielleicht dann doch noch erreichen und es ihm mit kräftiger Stimme nochmals sagen kann.


© by Emma (27.6.2009 / Überarbeitung 27.6.2011)


Montag, 16. Mai 2011

Autorensuche für Anthologie



„Ein Leben mit Autismus“ 


Für diese Anthologie suche ich Autoren und viele Menschen die etwas zu diesem Thema erzählen können.
Es kann in Lyrikform, ein kurzes Prosastück oder eine Kurzgeschichte sein. Alles ist herzlich willkommen genauso wie jeder der daran teilhaben möchte.

Die Anthologie soll ein Gesamtbild darstellen und diese besondere Welt soll von allen Seiten betrachtet werden.
So sollen darin Beiträge von Autisten, Angehörigen und auch von Menschen die in ihrem weiteren Umfeld damit Berührung haben oder hatten.
Geschichten die das Leben schreibt.
Denn aus meiner Erfahrung heraus, lernt man im Leben und im Alltag der sich darin befindet und nicht nur aus wissenschaftlichen Berichten.

Ein Leben mit Autismus ist nichts Schlimmes wovor man Angst haben muss, genauso wie man diesen besondern Menschen einfach auch einen Raum geben sollte einfach zu sein, so wie sie sind.
In all ihrer eigenen Wahrnehmung und all ihren Erfahrungen.

Das ist das Hauptanliegen dieser Anthologie.

Sie soll ein Leben mit Autismus darstellen.
Nicht nur die schweren Seiten und Zeiten, denn es gibt auch sehr viele wundervolle Momente die diese Menschen erleben, die man erkennen kann, wenn man ihnen offen begegnet und sie einen daran teilhaben lassen.
Es sollen sich alle Facetten wieder finden.

Oft ist es die Gesellschaft die sie als Krank und Behindert abstempelt, nur weil sie anders sind bzw. sich anders verhalten.
Doch es ist für alle Seiten eine Bereicherung, wenn man sich offen begegnet und von einander lernt.
Viele Mauern könnten dadurch abgebaut werden, die nur in den Köpfen stattfinden, aber für autistische Menschen realen Mauern werden, die sie alleine nicht durchbrechen können.

Diese Anthologie soll auf eine andere Art und Weise erzählen und zeigen wie verschieden solch ein Leben ist und wie individuell wir Menschen eigentlich sind.
Für mich sind es besondere Menschen und ich bin glücklich und dankbar dass ich einen Zutritt in diese Welten bekommen habe.

Deswegen ist es für mich ein Herzensprojekt geworden, welches die Arbeit, Förderung und Hilfe von autistischen Menschen unterstützen soll.
Genauso wie ich aber auch viele Menschen damit erreichen möchte, in dem Sinne, Angst zu nehmen und vielleicht die eine oder andere Mauer einreißen zu können.

Sehr gerne sind auch Bildarbeiten zu diesem Thema willkommen, die dann in die Anthologie mit hineingearbeitet werden.

Für Beiträge und Fragen ist diese Emailadresse vorher gesehen.
 


Es steht jedem frei ob Lyrik, Prosa oder Kurzgeschichte gewählt wird. Genauso wie es auch mehrere Beiträge sein dürfen.
Jedoch ist jeder einzelne Beitrag auf max. 6 Manuskriptseiten mit je 30 Zeilen á 60 Anschläge pro Seite oder rund 11.000 Zeichen mit Leerzeichen begrenzt.
Einsendeschluß ist der 31.8.2011.

So hoffe ich das ich sehr viele Menschen für dieses Projekt begeistern konnte und sich so für den einen oder anderen eine Perspektive ergibt, genauso wie sich hoffentlich viele Autoren finden werden.

Falls jedoch kein weiteres Interesse besteht, wäre es schön dies weiterzuleiten an potentielle Interessenten, die an diesem Projekt mitwirken möchten.

Es ist für eine gemeinnützige Sache, deren Einnahmen direkt in die Arbeit fließt und somit kein Honorar gezahlt werden kann.
Dafür gibt es aber eben eine Veröffentlichung in dieser Anthologie.

So danke ich allen die mir und diesem Projekt für diesen kleinen Augenblick ihre Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Viele liebe Grüße
Eure Emma



Donnerstag, 17. März 2011

Ge–ERDE-t Leben






Sie pulsiert im tiefsten Inneren. Ringt nach Kraft und Energie. Doch all das wird Ihr genommen. Immer mehr kämpft Sie still, schweigend, ganz im Verborgenen. Für einen Moment schafft Sie es auch aus Ihrer Seele laut zu schreien. Alles was in Ihr lebt, staute sich an. Doch nun kann Sie es nicht mehr tragen. Zu schwer ist die Bürde Ihrer Last, der sich in einem nicht enden wollenden Lavastrom über all das Umliegende Ihrer äußeren Hülle ergießt. Es sind die verzweifelnden Schreie Ihres Seelenschmerzes. Sie möchte am liebsten nehmen Ihres Peinigers Luft. Obgleich es ist gegen all Ihre Natur und all das wofür Sie erschaffen ist. Sie möchte nur den neugierigen Zuschauer aus seiner Lethargie befreien, um selber zu entkommen aus der Enge die Sie in ihrer Brust verspürt. Jedoch dieser wiegt sich immer in Sicherheit. Ist begeistert von dem entflammenden Inferno. Euphorisiert von all Ihrer Kraft, die in der Glut ergeht. Ist enthusiastisch über die rot leuchtende Farbe Ihres Seins, in dem Wissen solch ein leuchtendes Spektakel wird ihm nur einmal geboten. Zu weit erscheint die Grenze der Gefahr, die aus Ihrer puren Verzweiflung hervor gehen könnte. Zu sehr geblendet von der oberflächlichen Schönheit in dem Glanz der Hitze, kann kaum einer den Sinn Ihrer ganz eigenen Sprache verstehen. In Ihrem Zeitgefühl steht nur für einen Moment Alles still. Lediglich für den Augenblick Ihres Ausbruchs aus dem gewohnten Lauf der Dinge.

Die Gewohnheit! 
Die Gewohnheit Ihr ärgster Gegner. Die Gewohnheit in der jeder auf die Dauer dessen Zeit erblindet. Die Gewohnheit die kalt und vor allem maßlos werden lässt. Eine Maßlosigkeit die nicht nur um Sie herum und auf Ihrer steinharten Hülle geschieht. 




Nein.
Eine Maßlosigkeit die in Ihr tiefstes Inneres eindringt, nur um sich an Ihr bereichern zu können. Um gedankenlos Sie in ihren Besitz zu nehmen, ohne zu bemerken zu können, welch Schaden man Ihr damit zufügt. Ohne auch nur zu bemerken wie Ihr nach und nach alles Leben ausgesaugt wird.

Immer während in dem Gedanken, Sie hat doch noch genügend davon. Es ist außerdem so viel da, was alleine nur für uns bereit steht und wir uns nach unserem Belieben nehmen können. Alle Bedürfnisse können abgedeckt werden. Wieso sollte man sich Gedanken darüber machen wie es Ihr damit geht.
In Ihrer Verzweiflung weiß Sie nicht mehr woher Sie all Ihre Kraft nehmen soll um neues Leben entstehen zu lassen. Zu schnell zu viel wird Ihrer geraubt. Sie liebt. Sie gibt. Sie spendet. All das was die Evolution in Ihrem Dasein zur Verfügung gestellt hat, doch Sie wird ihrer Funktionen beraubt. Wie soll wachsen und gedeihen, wenn der Keim der noch nicht gesät wurde, zerstört wird. Zu sehr will man Sie besitzen. Sollte nichtsdestoweniger alles mit einander verbunden sein. Es gibt nichts was nicht in Ihr wohnt und ein zu Hause findet. Den menschlichen Wesen reicht dies aber nicht aus. In ihrer ganzen Gier, Macht und Besessenheit zerstören sie alles, was Sie Allem zu bieten hat. Je mehr Sie unter den Schmerzen der Geschehen leidet, umso mehr verzweifelt Sie in Ihrer Hilflosigkeit. Wie soll Sie etwas ändern. Wie kann Sie aufhalten, was Ihr als eine fortwährende Gegebenheit erscheint. Eine Zerstörung im wahrsten Sinne. Immer mehr wird Leben vergiftet. Immer mehr wird Leben beraubt. Wie soll Sie den Fluss des Lebens am laufen erhalten, wenn alle Vernichtung jetzt schon unaufhaltsam erscheint. Wie soll Sie diese Last von Ihren Schultern werfen.

In Ihr beginnt es immer mehr zu beben. Fortwährend, erst ganz leicht und dann immer stärker werdend. Allzeit in der Hoffnung, dass sich in Ihr ein Lichtstrahl auftut und Sie weiß wie sie sich von all dem was mit Ihr geschieht entfesseln kann. Endlich wieder Luft zum Atmen bekommt.

Überwiegend beginnt alles in und um Sie sich zu erwärmen und verändert sich. Es ist Ihr kaum noch möglich alles in der Balance zu halten. Alles wirbelt zunehmend mehr durcheinander.

Jeder Versuch eines Hilfeschreies wird kläglich überhört. Sie ist ihrer nicht würdig und ist der Sklave ihrer und allen Lebens geworden. Doch wieso? Sie erträgt dieses Leid nicht mehr. Was soll sie also tun? In ihrer Hoffnungslosigkeit, in der Verzweiflung kann Sie einfach nicht anderes, als an der leichtesten und dünnsten Stelle ihrer Haut durchzubrechen.

Sie bebt.
Kaum in der Lage wieder aufzuhören.
Alles Bebt.
Der Boden auf dem alles gebaut ist.
Sie bricht auf, in den Straßen des Lebens.
Bricht auf, die Straßen der Menschen.

Sie vermag an diesem Ort keinen Stein mehr auf den anderen zu lassen, nur in diesem kleinen und doch so winzigen Funken an Hoffnung, dass das Leiden endlich ein Ende findet. Um vielleicht wieder etwas an Luft zu gewinnen. Um nicht ganz in ihrem derzeitig gebrochenen Sein zu verkümmern.
Alles bricht auseinander.

Tiefe Schluchten lässt sie zurück.
Tiefe Einschnitte, in dem mal so vollkommenen Leben.
Zu heftig war all das was sich in Ihr an Kraft angestaut hat. Zu weit reichend die Schäden für die Wesen. Zu ungeheuerlich die Gewalt, die Sie damit unkontrolliert zum Ausbruch gebracht hat. Eine unfassbare Verwüstung die sie nach diesem Erleben hinterlässt. Die Spuren werden noch lange zu sehen und zu spüren sein. Es wird sehr lange dauern, bis hier wieder so das Leben laufen kann, wie es einst einmal war.

Ein wenig Erleichterung vernimmt sie. Sollte dies schon ausgereicht haben. Sie spürt die Ängste die Sie damit ausgelöst hat, dennoch konnte Sie auch verspüren wie viel Kraft eigentlich in ihr steckt. Obwohl Sie möchte doch nur, das alles seinen Lauf, in seinem Frieden hat. Sie möchte nicht Schaden zufügen. Nein, Sie möchte Leben erschaffen und alles so erhalten, das alles Leben egal wie groß, wie klein und  wie kurz es sein mag, immer voneinander in eine vollkommenen Einheit sich verbinden und bestehen kann. Nichts anderes möchte Sie.

Sie möchte so wie alles andere einfach nur leben. Mit all dem leidenschaftlichen Feuer in Ihrem tiefsten Inneren. Der Kühle, die Sie spenden kann. Ihren Schatten der Geborgenheit, vor drohenden Gefahren, für sich und auch für alles Leben. Schutz vor der Sonne oder den unendlichen Weiten die bisher so unklar erscheinen. Wobei auch das, gehört zu all dem Leben in dem Sie existiert und in dessen Umlaufbahnen sie eingebunden ist.

Was wäre wenn das nicht mehr so ist? Könnte Sie dann so vor sich hindrehen? Würde Sie all das halten und behalten können und auch Ihre Kraft nicht verlieren?

Nichts ist gewiss, doch sie muss wieder leben. Leben aus dem tiefsten Inneren heraus, so das alles seinen Bestand hat. So das kein Leid mehr dem Lauf der Natur aufgebürgt wird. So das all die lebensnotwendigen Bedürfnisse immer befriedigt sind.

Jetzt muss Sie sich schützen. Viel zu groß waren die Schmerzen und das Leid, welches Sie seit ihrem Dasein erleben musste. Wie Sie ausgenutzt und missachtet wurde. Wie soll Sie da für den Fortbestand all dessen sorgen.
Diese Gleichgültigkeit.

Immer wieder kommt Sie in leichtes Beben. Hat die große Erschütterung in Ihrer vollen und ungeahnten Kraft noch nicht ausgereicht. Zu schwerwiegend war es. Ein Meer Ihrer Gefühle türmt sich in und auf Ihr auf und ergießt sich in einem riesigen Schwall, in einer monströsen Welle über all das Erschaffene. Immer größer wird der Schaden der Verwüstung, den Sie hinterlässt. Hilflos stehen die Zuschauer dabei und können nicht erfassen was sie da sehen. Sie sehen nur die Vernichtung.

Alles, was einmal da an Leben war, ist verschwunden. Verschwunden in den Fluten der Emotionen, die aus Ihr herauskamen und alles mit sich riss. So viel Leid und Trauer musste Sie hinterlassen.
Sie will keine Rache. Sie will sich nur wehren und schützen. Noch immer ist sie in Gefahr.

Zu viele Menschen haben immer noch nicht begriffen. Es betrifft sie nicht. Zu weit entfernt erscheint ihnen all das Erlebte. Nein, es betrifft sie nicht. Sie sind ja nicht in Gefahr.

Sie fügen weiter Ihr und allem was sie umgibt Schaden zu. Sie lassen sich weiter verblenden, in dem sie wieder ihren gewohnten Weg gehen, in all ihrer Rücksichtslosigkeit für das Leben, die Natur und das Sein. In aller Gewissenlosigkeit wiegen sie sich in Sicherheit. Außer ein paar Wenigen, die ganz langsam aus ihrem Schlaf erwachen. Sind es nur die Betroffenen, die Schaden an der Katastrophe nehmen mussten. Schaden durch Ihre so unberechenbare Kraft.

Als wenn das alles noch nicht genug ist. Unzählige Menschen mussten ihr Leben lassen. Noch mehr von ihnen stehen nun am  Abgrund ihrer Existenz. Aber es gibt immer noch zu viele, die sich selbst an solch einer Katastrophe bereichern wollen. Menschen die diese Zerstörung noch zu ihren Nutzen verwenden wollen. Immer in dem Streben, wer ist der oder das Mächtigste. Doch der Lauf der Natur ist unberechenbar, genauso wenig wie all die technologischen Gedanken. Die Gewohnheit macht nicht nur blind sondern auch Träge. Es wird sich darauf verlassen und wiegt sich in Sicherheit ohne wirklich zu sehen, das man nicht nur Ihr den Größten Schaden in Form von Vergiftung zufügt, sondern die Menschen sich selbst. Das alles nur, weil das von der Natur gegebene nicht ausreichend und effektiv genug ist. So verrennen sich alle in den Illusionen der menschlichen Sicherheit, um nur einen Moment nach der Verwüstung die durch ihre Emotionsflut entstanden ist, in die nächste Katastrophe zu blicken.

Alles auf Ihr wird so sehr vernichtet und vergiftet, das die blanke Angst und das Entsetzen um sich schlägt. Nur die eigentlichen Opfer, nehmen ihr Schicksal an. Nur diese Menschen haben Ihr Klagen, Ihr Wehen und Ihre Schreie erkannt. In stoischer Ruhe und Gleichmut versuchen sie in und mit dieser Neuen Situation zu leben. Sie versuchen einfach zu überleben, um nicht wieder Opfer der Gewalten zu werden. Opfer ihrer eigenen Unfähigkeiten.
Langsam, aber auch nur sehr langsam findet Sie wieder Ihre Ruhe. Jedoch, ist es eine wahrhaftige Ruhe die Sie in ihrem Lauf und seit Ihrer Entstehung finden kann? Oder ist es nur die Stille vor dem Sturm? Wird man Ihr endlich etwas mehr Entlastung schenken? Oder wird nach den Schreckensstunden, oder einer noch längeren Verzögerung alles so weiter gehen? Gar noch schlimmer für Sie werden!

Sollte all Ihre Macht und Gewalt, die aus Ihrem Schmerz heraus gebrochen ist, unnötig gewesen sein? So sehr wünscht Sie sich eine Heilung. Eine Heilung all Ihrer Schmerzen, eine Heilung Ihres Inneren Leides. Eine Heilung all der Verletzungen die Ihr immer wieder und wieder zugefügt werden.

Irgendwann einmal wieder in solch einer Pracht existieren wie es einmal angedacht war. Irgendwann die Aufgaben Ihres Daseins so erfüllen, das sie Sinnvoll verwendet werden und da ankommen wo sie hin sollen. In all der Achtsamkeit und Rücksicht, wie es im Lauf der Dinge und Lauf des Lebens vorhergesehen war. Vorhergesehen, bevor der Mensch anfing Sie ihrer Stärke und Schätze zu berauben. Bevor der Mensch begonnen hat, gewaltvoll, Formen und Grenzen zu überschreiten, nur um sich nicht unvollkommen zu fühlen. Ohne sich wirklich vorstellen zu können, welche Eingriffe in alles Leben und in die Laufbahn er dabei genommen hat.

Jede Grenze liegt im Denken, aber nicht in der Natur und in Ihr. Alles ist möglich, so gibt auch Sie die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages, dieser Krieg, den Sie immer und immer wieder führen muss, vorbei sein wird. Sie einfach sein kann. Sein, mit erwachten und bewusst lebenden Menschen und Wesen. Die sich nicht nur an Ihr und all dem Gegebenen bereichern wollen. Menschen die in Demut und Dankbarkeit, Frieden und Freiheit erleben und einfach sind. Das was sie sind. Einfach nur Menschen. Menschen die das größte Geschenk von Ihr erhalten, die Natur. All das Gegebene, welches mit und in allem Wachsen kann. Vor allem aber auch mit Ihr wieder wachsen können, um noch schöner und blühender als je zuvor im Licht von Sonne und Mond Ihre Runden zu drehen. Einfach nur Ihre Runden drehen, als die gegebene Natur, die Sie als Erde ist.






© by Emma (16.3.2011)