Samstag, 12. März 2011

Was ist schon mein Schmerz…,


…wenn ich über die Katastrophen nachdenke,

…wenn mich das Mitgefühl in meiner Hilflosigkeit quält, 

…wenn ich mit weinenden Augen die Ignoranz der Menschen betrachte, 

…wenn ich die Angst der Fremden in mir trage, 

…wenn ich es nur schaffe die Folgen wage zu erahnen, 

…wenn ich die Trauer des Menschen in mir ertrage,

…wenn ich alles mir Gegebene verschenke, 

…wenn ich das Leid der Opfer empfinde, 

…wenn ich nur zu Erkennen nicht zu Begreifen weiß, 

…wenn ich nur Hier sein darf, 

…wenn ich nicht vergleichen vermag, 

…wenn mir das Urteilen nicht gegeben ist, 

…wenn all das Ganze mich umgibt!


…wenn ich vor der Blindheit nur noch schreien möchte, 

…wenn ich erschlagen werde von dem Neid, der Gier und der Missgunst,

…wenn ich die Entwicklung Deiner Geschichten im Traum ersehe,

…wenn ich jede Handlung nur im Augenblick finde, 

…wenn ich sehe, wie sich eine Depression in Allem ausbreitet, 

…wenn ich von all umfassender Resignation geschlagen werde,

…wenn ich eingewoben werden soll von der Spinne der Macht,

…wenn ich die Wage in einem Ungleichgewicht erfahre, 

…wenn ich auf den Schultern, Essenzielleres schleppe,

…wenn ich einfach nur voll Emotionen für all Das bin, 

…wenn ich einfach nur zu sein beherrsche, 

…wenn ich deine Seele in mir vernehme, 

…wenn ich merke wie sich alles auflöst, 

…wenn ich schmerzhaft meine Liebe und Verbundenheit erfahre

...wenn ich den Wert meines Körpers nicht mehr sehe,

…wenn ich nur das Große und Ganze sehe, fühle und verstehe,

…wenn ich spüre, das ich am Leben bin

…wenn ich einfach in allem nur bin,

…wenn ich in all dem und in noch so viel mehr, 

…wenn ich all das bin und all das ist,






…was ist dann schon mein Schmerz?!!!






© by Emma (12.3.2011)

Kommentare:

  1. Hallo Emma,
    für dich wohl genauso reel, wie für die vom Erdbeben/Tsunamibetroffenen,der Schmerz. Auch wenn es hilft zu relativisieren...es macht dich vielleicht einfühlsamer,offener.
    Schöner Text...
    Viel Kraft und liebe Grüsse.
    bea

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  2. Hallo Bea,

    schön dich auch mal wieder zu lesen..;o)

    So kann ich nicht anders, in meiner Haut, als meine Gedanken hier zu behalten, meine Augen die weiteren Geschehnisse verfolgen und mein Mitgefühl bei alllen Leidenden zu lassen, um ein weiteres Mal zu erfahren, das sich alles weitere um meine Person in wohlgefallen auflöst.

    Nicht jeder Einzelne für sich ist wichtig, sondern das was um und mit uns, im Gesamten geschieht ist wichtig.
    Jedoch jeder kann in und um sich herum damit beginnen.

    Ja, es relativiert sich nicht nur es löst sich auf, vor allem wenn man in jedem einzelnen Augenblick bewusst lebt.

    Was ist schon mein Schmerz, mein körperlicher Schmerz, wenn all das in mir lebt...
    Er ist...

    NICHTs,

    denn es gibt wichtigeres mit viel mehr Gewicht.

    So schicke ich dir ganz viele liebe und dankbare Grüße nach Frankreich und wünsche dir einen wundervollen Sonntag.

    Emma ;o)

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  3. Es bleibt was es ist.
    Vieles mag von deinem Schmerz ablenken, doch es bleibt der Deine.
    Den Schmerz der Mitmenschen zu dem eigenen erklären ist kontraproduktiv.
    Anteilname hift gegen das Gefühl des Alleine und Verloren seins.
    Aber davon verschwindet kein Schmerz.

    Auch er, der Schmerz des Leidens, der uns erinnert das wir am Leben sind, ist letztlich nur eine Illusion des Geistes mit unterschiedlicher Ursache. Doch er endet immer in unserem Kopf, so das wir ihn nur dort wahrnehmen können.
    Bei körperlichen Ursachen kann er noch über die Reizleitung zum Ursprungsort verfolgt werden. Doch wenn dort keine Ursache erkennbar ist, was dann?
    Dann ensteht der Schmerz nur in unserem Geist.
    Was nur im Geiste entsteht, kann von dort getilgt werden, so es das Leben zu sehr beeinträchtigt.

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  4. Oh welch seltener Gast in meinem virtuellen Raum.. ;o)

    Hallo,

    Geht es nicht um den Schmerz an sich, sondern den Wert den wir Menschen immer in die eigene Person legen.

    Selbst wenn wir körperliche Schmerzen haben, so können wir in ihnen leben, in dem wir uns in ihnen suhlen oder mit ihnen Leben.

    Es geht und ging nicht darum das Leid der Mitmenschen zu tragen, sondern einfach mal den Wert des eigenen zu betrachten wenn man all das wahrnimmt, was ein gesamtes Bild ergibt. So wie die Erde nicht nur aus dem Punkt an dem wir Leben und nicht nur das das Leben ausmacht, sondern noch sehr viel Mehr.

    Die Erde dreht sich nicht nur um mich und mit mir, sondern um so viele Dinge mit denen wir verbunden sind, es aber nicht immer wahrnehmen wollen.

    Wie ich oben auch schon schrieb:
    "Nicht jeder Einzelne für sich ist wichtig, sondern das was um und mit uns, im Gesamten geschieht ist wichtig."

    Den geistigen Schmerz fügt sich jeder nur selber durch die Gedanken zu, den kann sich jeder selber nehmen, wenn er den Ursprung erkannt hat.

    Den körperlichen Schmerz durch Krankheit kann keiner nehmen, er wird bleiben und tut es auch, doch er rückt aus dem Bewusstsein. Man verspürt ihn doch er ist nicht der Mittelpunkt.

    Wie im Zen, wenn Objekt und Subjekt verschwinden und wir alle nur noch sind.

    Es ist nicht wichtig ob ich schmerzen habe oder nicht. Doch mir ist wichtig was in mir und um mich herum geschieht. Und wenn es sein muss, handel ich udn greife ein oder ändere etwas.

    So schicke ich dir die Liebsten Grüße in die Ferne und es freut mich sehr dich mal wieder gelesen zu haben.

    Emma..;o)

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  5. toller text. wahnsinnig tiefsinnig.


    liebe grüße
    http://haferflockensalat.blogspot.com/

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