Dienstag, 23. März 2010

Der schmale Grad

Fortbewegen, in der Zeit des Lebens, // Wege, entschlossen zu beschreiten. // Suchen verzweifelt und vergebens, // Kämpfe mit und in uns selbst bereiten. //// Uns für vorgetäuschte Ideale aufgaben, // nur aus der Angst, es anzuerkennen. // Vermieden jedes Licht uns zum laben, // nur um uns in Illusionen zu verrennen. //// Die Bewusstlosigkeit zum sehen bringt, // die Duldsamkeit uns immer näher führt. // Nichts mehr in uns, was dagegen ringt, // werden von dem Unglaublichen berührt. //// Verwirrung durch das Neue auftaucht, // entflammt inmitten der Gegenwärtigkeit. // Erspüren was jeder von uns braucht, // eine unfassbare, selbstlose Vertrautheit. //// Losgekettet von allen Abhängigkeiten, // das Gemeinsame ersehnte weiter reifen. // Verfallen unseren eigenen Zeiten, // Erwartungsfrei in Gedanken übergreifen. //// Freud und Leid brachte unsere Gesamtheit, // die wirkliche, die wahre Liebe zu erleben. // Eine tiefe, ewig, liebevolle, Verbundenheit, //auf dem schmalen Grad, unseres Lebens. //// © by Emma (23.03.2010)

Samstag, 20. März 2010

Wenn das Eis bricht

Eisige Kälte, erstarrend durch meine Knochen zieht. Zerreisend, lähmend ist der ganze Schmerz. Zu schwer ist die zu tragende Bürde. Will sie mir noch nehmen die restliche Kraft. Entfernt, immer weiter ergründend durch das Dunkel schreiten. Abgründe der menschlichen Seele tun sich auf und schlagen mir brachial ins Gesicht. Trotz allem verliere ich mich nicht in dieser ganzen Szenerie.
Das was mein Wesen am Überleben hält, ist was für mich am meisten zählt.Trage ich mich durch die leblosen, düsteren Wälder der Gegebenheit und sehe in die verfolgende, sichtbar mich erschlagen wollende, ignorante, angreifende Unwissenheit.
Heimtückisch werden die Fallen für mich gestellt. Die Hyänen sind unberechenbar, wenn sie hungrig sind. Ausgehungert, um sich an des anderen Sein zu erlaben. Das offen gelegte Mitgefühl berührt mich. Zu traurig ist es, diese Inszenierung zu betrachten. Die unüberhörbaren Hilfeschreie nach dem Überleben, der Beachtung, zu hören.
Meine funktionale Gegebenheit zwingt mich zur Langsamkeit. Eine Zeit die mir zum beobachten in ihrer Vollkommenheit zur Verfügung steht. Stehen, sehen und irgendwann mit der Erkenntnis weiter gehen. Eine befriedigende Fütterung besitzt keinen Sinn, da es gegenwärtig wilde Tiere sind. Bedächtig es mich meiner Wege weiter treibt.
Lichter wird das Gestrüpp, werden die Verzweigungen in diesem Wald. Vereinzelt ein Sternfunkellicht mich erwischt. Entschlüsselt mir weiter meine Sicht. Kräfte dehnen sich in mir aus. Unzähliges steht für mich bereit. Unermessliche Töne klingen in meinem Ohr. Sie werden immer ausdrücklicher, unverkennbarer als zuvor.
Tief aus meinem Innersten heraus, führen sie mich immer weiter meines Weges. Dahin, wo ich elementar nur bin. Sonnenstrahlen bündeln sich immer mehr zu erhellendem Licht.
Jeder einzelne Schritt ausnahmslos alles hinter mir lässt. Nichts, was noch verbleibt. Nichts, was noch ist. Nichts ist mehr, was ein wirkliches Ergreifen nach mir durchführbar und mich verletzlich macht.
Lächle ich dem Unmut und der Wut ins Gesicht, denn mich bekommen sie zur Nahrung nicht zurück. Leichter, immer leichter lässt es mich auf den nackten Pfaden wandeln. Im Takt den mein Herz schlägt und mich immer mehr erfüllen lässt. Allesamt die Wärme und die Kraft, der Lichtkegel sind zu spüren. Das dicke Eis beginnt zu brechen. Wiederkehrendes Leben ist allgegenwärtig und in mir zu spüren.
Vereinzelt ziehen die ersten Schollen an mir vorbei. Blendend, glitzernd und imponierend durch den übermäßigen Schein der Sonne. Wollen sie mich täuschen und wieder nehmen all die Sichtbarkeit.
Ruhend in mir gebe ich mich bewusst dem Anblick, der trügerischen Schönheit dieser Illusion hin. Beobachtend, wie sie an mir vorüber zieht. Wie mit ihr die Starrheit verbannt wird und alles wieder im Lauf des Lebens fließen lässt. Lasse ich mich Gedanken entleert, in und mit den Gesetzmäßigkeiten treiben.
Alleine, in mir, in das Unbekannte, die Weite und in das mir doch so sehr spürbare Vertraute. Kein Hindernis verschließt mir den unendlichen Horizont. Es ist einfach Alles und Nichts, was die Leere mit unsagbar viel Leben und im golden wirkenden Schein vor mir zum Leben erweckt. Mich mit dieser Vollkommenheit erfüllen lässt.

©by Emma (13.03.2010)

Bis der Vorhang fällt

Bis der Vorhang fällt Der erste Anschlag ist noch nicht vollendet. Sie spürt die Vibration, wie sie ihren Körper durchfährt. Wie sich die Tiefe immer weiter ausbreitet. Ein Rhythmus immer weiter Besitz von ihr einnimmt. Die Klänge in ihrem Körper immer deutlicher und klarer zu fühlen sind. Alles in einer verlangenden Bewegung erblüht. Bis der erste Ton in den schönsten Farben aus ihr heraus sprudelt. Die Koloraturen der Stimme, leidenschaftlich, klar und unendlich erscheinen. Sie wie in einem Kokon aus dem Nichts erscheint. Abgeschirmt von allem eigentlichen Geschehen. Wenn sie schließlich ihre Augen öffnet, die die Geschichte dazu erzählen. Ein Blitzen, wie sie es sonst nie zu beobachten ist. Um nur für diesen einen Moment, strahlend zum Leben zu erwachen. Durchlebt sie jeden einzelnen Ton, der durch ihre Stimme das Tageslicht geschenkt bekommt. Das ist das, was sie am Leben erhält. Ihr die Kraft für das eigentliche Leben gibt. Das, was ihr die Leichtigkeit des Seins gibt und durch die unendliche Leere tanzen lässt. Alles einfach nur geschieht. Ihr für diesen Augenblick die Freiheit gibt. Fernab von allen Realitäten. In ihren eigentlichen und wirklichen Sein. Niemand vermag ihr dies zu rauben. Solange spürt, fühlt, erzählt, verschenkt sie jede einzelne Sekunde, jede einzelne Note, die die Melodie beschreibt. Um unendlich glücklich und dankbar zu sein, für jedes einzelne Lächeln, welches sie in die Gesichter zaubern konnte. Bis der letzte Nachhall verklungen ist. Der Vorhang fällt. Sie ihre Rolle des Lebens wieder überstreift und unsichtbar im Gemenge des Alltags verschwindet. ©by Emma (24.02.2010)

Ich weiß es wird einmal ein Wunder geschehen

Nur sehr schwer kann sie ihre Augen öffnen. Zu sehr blendet sie das Licht welches durch das Fenster hinein scheint. Die ganze Nacht hat es wieder geschneit. Alles schimmert und glitzert in dem hellen Weis. Ein Anblick, wie aus einer anderen Welt, wenn alles so friedlich scheint, der sich über den Dächern der Stadt bietet. Es fröstelt sie wie jeden Wintermorgen beim Aufstehen. Verschlafen hüllt sie sich in eine Wolldecke ein. Bewegt sich mit immer wieder streifenden Blick aus den Fenstern in ihre Küche. Der Anblick der sichtbaren Kälte lässt sie schaudern. Umso schneller macht sie sich daran einen frischen Kaffee zu kochen um sich mit diesem in ihrer Lieblingstasse auf dem Sofa in ihrer Wohnküche niederzulassen. Eingekuschelt in ihrer Decke. Es ist Sonntag. Alle Zeit dieser Welt scheint den Raum zu füllen. Alle Zeit den Gedanken, den Träumen, all dem was in ihr ist Platz zu geben und ihnen freien Lauf zu lassen. Auch weil sie heute nichts weiter vorhat. Ein Tag ohne Erwartungen, Verpflichtungen und auch ohne falsche Hoffnungen. Vielleicht kann sie auch gerade deswegen diesem Tag alleine so entspannt entgegen sehen. Es ist Valentinstag. Tag der Verliebten, wie man immer so schön sagt, denkt sie lächeln in sich hinein. Spürt sie die Liebe in sich doch genauso intensiv wie an jeden Tag. Doch auch diese Liebe musste sie erst für sich entdecken. Was heißt es zu lieben, die Liebe überhaupt in sich zu spüren? Noch vor einem Jahr hat sie sich gefragt: „Kann ich überhaupt wirklich lieben? Habe ich jemals wahrhaftig geliebt?“ Jedes mal zu dem damaligen Zeitpunkt musste sie sich eingestehen, es nicht zu wissen. Ging sie aber nach ihrem innersten Gefühl, so war sie der festen Überzeugung, nein. Heute und schon einige Zeit länger kann sie sagen: „Ja sie kann lieben.“ Lieben aus dem tiefsten Herzen, ohne Bedingungen und Erwartungen. Durfte sie Erfahrungen sammeln, die fern von jedem Begreifbaren, ihres bis dahin rationalen Verstandes sind. Dinge die nicht zu erklären sind, weil sie einfach sind, wie sie sind. Genauso wie die Liebe in ihr auflebte, durch die Flamme die er in ihr entfachte. Sie es schaffte alles zu zulassen, sich zu öffnen und spürte was alles ist. Schon schwelgt sie in der Erinnerung. Wie sie sich kennen lernten. Von der ersten Begegnung, den einigen die noch waren und den vielen die noch folgen sollten. Leider können sie trotz der ganzen gegenseitig empfundenen Liebe nicht zusammen sein. Zu verschieden sind die Leben die sie leben. Zu weit entfernt finden sie statt. Jeder von beiden kann es auch nicht so einfach aufgeben. Zu groß ist die Verantwortung, die sie für andere haben und die Ängste die vor dem Zulassen und von Verletzungen haben. Gleichzeitig ist es auch zu unfassbar was geschieht. Und doch sind sie unendlich und über Grenzen miteinander verbunden. Selbst wenn eine aktive Kommunikation mal nicht möglich ist. Bedarf es oft nicht vieler Worte, denn der andere weis wie es dem anderen geht. Als wären die Seelen verbunden. Eine Einheit. So schön wie dieses Gemeinsame auch ist, so schwer und leidvoll ist diese unerklärbare Anziehung oft auch zu ertragen. So oft habe sie schon versucht mit allem zu brechen. Loszulassen, von allem dem, um frei und wieder ganz für sich zu sein. Immer in dem festen glauben, das es für alle und vor allem für den anderen das Beste ist. Keiner kann und will den anderen leiden sehen, weil er jedes Mal selber mit leidet. Aber am Ende wurde jedes Mal alles nur noch schlimmer und intensiver. Obwohl sie zum Schluss es vermieden haben, sich noch einmal zu begegnen. Wobei jede Realisierung einer Begegnung sich als schwierig darstellte. Heute kämpfen sie gegen diese Liebe und Verbundenheit nicht mehr an. Lassen alles zu so wie es ist, da sie erkannt haben, dass sie einfach keinen Einfluss darauf haben. Ist es viel mehr als nur ein verliebt sein. Viel weiter, tiefer, unendlicher und grenzenloser. Etwas was sie in so einer Intensität und Wahrhaftigkeit noch nie erlebt hat und greifen kann. Auf einmal wird sie aus den ziehenden Gedanken und der Ruhe, in der sie sich befindet herausgerissen. Das Telefon klingelt. „Sonntag Vormittag wer mag das sein?“ denkt sie sich. Doch sie geht dran. „Ja, bitte?“ spricht sie in das Unbekannte, denn sie hat es in ihrem Tran versäumt auf die Anzeige zu schauen, wer da anruft. „Hallo, ich bin es“ entgegnet er. Für einen Moment stockt ihr Herz vor Freude und Überraschung. Hat sie jetzt mit jedem gerechnet aber damit seine Stimme zu hören. „Hallo“ entgegnet sie zaghaft, verlegen und leise. „Ich wollte mich, auch wenn es mir gerade sehr schwer fällt, an so einem Tag wie heute wenigstens melden. Wenn wir uns die Tage schon nicht sehen konnten. Wie geht es dir heute?“ „Wieso fällt es dir schwer dich zu melden? Bin doch nur ich!“ fragt sie erstaunt. „Genau deswegen fällt es mir doch schwer, weil du es bist. Ich einfach nur traurig und enttäuscht bin, das ich die Tage nicht zu dir kommen konnte, wie wir es vorhatten. Deswegen fällt es mir gerade schwer dich anzurufen. Es lässt die Sehsucht nur noch weiter wachsen. Wenn ich die Wärme deiner Stimme höre und die Liebe und die Nähe die ich spüre noch intensiver wird, als es so schon ist. Obwohl wir beide hunderte Kilometer von einander getrennt sind. Das löst auch in mir leidvolle Gefühle aus. Wir sind so verletzlich wenn wir lieben. Liebe schwächt das Ego. Die wahre Liebe wohlgemerkt. Ich denke, daher kommt auch die Angst es vollkommen und wirklich zu zulassen. Zu dem wir werden älter und die Narben auf der Seele nehmen zu. Jeder Anlass, als Angriff oder Kränkung genommen wird um die leidvollen Gefühle der Liebe zu erklären.“ Sie hat sich währenddessen gesetzt. Der Überraschungsschrecken hat sich gelegt und sie hört ihm hell wach und in tiefer Ruhe zu. Je länger und mehr er spricht, umso ruhiger wird sie. Bis er fertig mit seinen Worten ist. Eine kurze Gedankenpause entsteht bis sie mit fester Stimme antwortet: “Natürlich ist es traurig, dass es wieder einmal nicht geklappt hat. Es ist traurig, dass wir uns nicht sehen konnten, so dass wir uns auch körperlich mal wieder nahe sein durften. Doch ist es auch im Nachhinein immer nur eine Betrachtungsweise. So ist es immer nur traurig und enttäuschend, wenn wir nicht das gesamte Bild betrachten. Zudem auch noch zu viele bewusste und unbewusste Erwartungen aufgebaut haben. Warum sehen wir nicht das Ganze, was wir haben. Denn das ist etwas wundervolles, wofür wir dankbar sein müssen. Wir wissen beide, das keiner eine Schuld daran trägt das wir uns nicht sehen konnten. Wieso sollte also dann eine Kränkung entstehen? Sind es immer nur unsere Gedanken die dann kränken. Genauso wie wir immer wieder vergessen wollen, das alles vergänglich ist, wenn etwas zu schön und wundervoll ist. Doch so vergessen wir automatisch, das auch das leidvolle vergänglich ist. Wir wissen nicht was in der Zukunft kommen wird. Wissen wir aber, weil wir die Erfahrung schon machen durften, dass all das was wir beide zusammen haben, uns niemand und nichts mehr nehmen kann. Also mir nimmt so ein Telefonat mit dir immer jeden Anflug von Traurigkeit und versetzt mich in eine unsagbare Ruhe. Ein Urvertrauen, wie im ersten unserer Augenblicke kehrt zurück, das mir sagt alles ist gut so wie es ist.“ „ Ja, das äußere Faktoren eine Rolle spielen wissen wir ja auch. Ich bin aber sehr zuversichtlich das sich bald wieder eine Gelegenheit ergeben wir, das wir uns sehen und nah sein können.“ räumte er kurz ein. Sie blieb weiter ganz ruhig in fester Stimme „ Ich bin mir sicher, dass es so kommen sollte, weil der Zeitpunkt nicht der rechte war. Auch wenn es unsere Sehnsucht, Erwartungen und Wünsche noch stärker gemacht hat. Aber der rechte Zeitpunkt wird kommen. Dann wenn wir nicht damit rechnen. Ja wir wissen das es viele Faktoren gibt die eine Rolle spielen. Doch dann werden sie nicht da sein. Wir werden diesen Punkt genau spüren, sehen und erkennen. Da bin ich mir ziemlich sicher.“ Er seufzt:“ Es ist schön deine Stimme zu hören.“ Sie errötet: „Ja, ich finde es auch sehr schön dich zu hören.“ Seine Stimme klingt ernst: „Leider muss ich jetzt Schluss machen. Manche Momente bereichern uns für eine ganze lange Zeit. Ich habe es erleben dürfen mit dir. Ich sehe dich, weil ich mit dir so sehr verbunden bin. Ich sehe dich, weil du dich offenbarst. Ich sehe dich, wenn ich in Gedanken bei dir bin, im Traum in deinem Raum bin und es fühlt sich fantastisch an. Ich sehe dich, wahrscheinlich so, wie du wirklich bist und ich möchte nicht die Augen, Ohren, Kopf und Herz schließen, weil es ein so kostbares Geschenk ist, dich sehen zu dürfen.“ Sie weis gar nicht mehr was sie sagen soll, so ist sie von Verlegenheit berührt, welche auch in ihrem „Ich liebe Dich“ zu hören ist, bevor sie auflegen. Ergriffen von den ganzen Worten. Erfüllt von dem mächtigen Gefühl der Liebe, kuschelt sie sich auf ihr Sofa zurück. Natürlich verspürt sie Sehsucht. Aber sie gibt ihr keinen Raum. Kaum hat sie eine gemütliche Position eingenommen, klingelt es an der Tür. „Nein, sie will jetzt nicht aufmachen. Es ist Sonntag, Valentinstagsmorgen. Wer sollte da jetzt bei ihr klingeln. Wahrscheinlich sind es nur wieder irgendwelche Kinder die ins Haus hinein wollen.“ Also bleibt sie da wo sie ist, als es wieder mehrfach hintereinander klingelt. Sie legt ihre Decke über die Schulter und rappelt sich leicht genervt doch wieder hoch. Da sie eigentlich keinen Besuch erwartet und auch möchte. Sie drückt den Türöffner und gleich darauf hört sie schnelle Schritte auf der Treppe immer näher kommen. Als sie die Wohnungstür öffnet, stet sie wie paralysiert da, bei dem Anblick der sich ihr bietet. Ihre Decke gleitet aus den Händen. Alles ist noch intensiver und unglaublicher, als wie beim ersten Mal als er genau da stand und ihre Blicke sich das erste Mal trafen. Langsam und ohne Worte geht er auf sie, in der Wohnung stehend, zu. Nimmt sie in all ihrer spürbaren Liebe, fest in den Arm und sie merken nicht mehr, wie die Tür hinter ihnen ganz leise ins Schloss fällt. © by Emma (14.02.2010)

Hinter verschlossenen Türen

Ein wundervoller Frühlingstag. Die Sonne scheint schon mit all ihrer Kraft. Vögel flattern zwitschernd in der Luft und am Himmel herum. Alles beginnt zu grünen und zu blühen. Sie liebt diese Jahreszeit. Mit all den Farben und dem ganzen Licht. Liebt es das Ganze zu genießen. Es ist wunderbar, auch in so einer schönen und grünen Gegend zu wohnen. Fernab von dem Gewühl der Stadt. Zwischen den vielen schönen Villen umringt von prächtigen Gärten. Dahinter erschließt das Ganze gleich ein großer Wald. Für sie und ihre Freunde ein riesengroßer Abenteuerspielplatz. Erschöpft lässt sie sich auf der Küchenbank nieder und betrachtet voller Begeisterung das in voller Blüte stehende Mandelbäumchen vor dem Fenster. Sie ist alleine zu Hause. Ihre Eltern sind sehr beschäftigt mit ihren Karrieren. Ihre Welt ein kleines besser zu machen, in dem sie um Recht, Ordnung und gegen Gewalt kämpfen. Selbstlos für andere einstehen, und um immer ein gutes Bild in der Gesellschaft abzugeben. Selbiges wird natürlich auch von ihr abverlangt, so wie sie dafür auch alle Arbeiten im Haus zu bewältigen hat. Doch in diesem Moment möchte sie einfach nur da sitzen. Da sitzen und das Bäumchen vor dem Fenster betrachten. Sich für einen kleinen Moment ihren Tagträumen hingeben. Einen kleinen Augenblick, um der Kälte des Raumes und den Verpflichtungen zu entfliehen. Dann spürt sie das Leben. Genauso wie, wenn sie sich der Musik hingibt. Ihre Leidenschaft, einfach alles was in ihr ist. Das ist alles was sie immer am Leben erhält. Nur einen kleinen Augenblick, den sie für sich hat. Für sich allein. Das Klingeln an der Haustüre holt sie wieder aus anderen Welten zurück. Panisch springt sie auf. Sie hat schon wieder viel zu lange da gesessen. Schnell rennt sie durch das Haus, um die Türe zu öffnen. Ihre Freundin steht da um sie zu fragen ob sie zum Spielen herauskommt. „Ich kann leider nicht. Ich habe hier noch so viel zu tun und bin noch lange nicht fertig.“ „Hast wieder geträumt?“ Sie nickt nur. „Soll ich dir schnell helfen?“ „Das geht nicht. Du weist doch das ich niemanden ins Haus lassen darf. Aber ich beeile mich und dann haben wir vielleicht noch etwas Zeit.“ „Gut. Dann gehe ich noch mal schnell zu meiner Oma und dann warte ich hier vor der Tür auf dich.“ Sie nickt hastig und schließt die Türe. Sie wirkte immer wie nicht von dieser Welt, wenn sie zu Hause ist. Wie eine Erwachsene in einem kleinen zierlichen Kinderkörper. Unverzüglich geht sie in die Küche zurück und macht sich an den Hauhalt. Auf ihren kleinen Bruder braucht sie mal nicht zu achten, der ist gerade im Nachbarhaus zum spielen. Also liegt ihre ganze Aufmerksamkeit in ihrem Tun. Immer mit der Angst begleitet sie könnte etwas übersehen. So schnell es ihr gegeben ist erledigt sie alle ihr gestellten Aufgaben. Bis sie der Meinung ist, es sei vollbracht. In der Hoffnung das sie nichts vergessen hätte. Alles glänzt und strahlt in dem Sonnenlicht welches durch die Fenster scheint. Ihre Freundin wartete die ganze Zeit auf den Stufen vor dem Haus. Bis sie endlich so weit war und aus dem Haus tritt. Diese springt sofort auf und schnappt ihr Fahrrad. „Wollen wir auf den Spielplatz?“ „Nein. Ich muss wegen meinem Bruder hier bleiben, falls irgendetwas ist oder er wieder rüberkommt. Sonst steht er vor verschlossener Tür.“ Die Freundin seufzte „ Ja dann lass und hier vor dem Haus im Garten spielen. Gummitwist?“ Sie nickt. Noch bevor sie irgendetwas denken kann, ist das Gummi zwischen einem Baum und dem Gartentor gespannt. Ausgelassen und lachend springen die beiden herum. „Da kommt ja dein Vater!“ ruft ihre Freundin mit dem Finger auf die Straße deutend. Sie schreckt zusammen. Das ist doch noch gar nicht seine Zeit, zu der er sonst immer nach Hause kommt. Das Abendbrot ist auch noch nicht vorbereitet. Bevor sie überhaupt die Gedanken zu ende denken kann, steht er auch schon vor ihr. Noch ehe er das Tor geöffnet hat, stellte sie sich mit leicht gesenktem Kopf an den Weg. Rechtfertigende Worte, wieso sie hier spielte, schossen aus ihr heraus. „Ich habe auch alles gemacht.“ Sie wagte kaum ihn anzusehen. Schielte nur verlegen über den Rand ihrer Brille. „Wie wäre es wenn du erst einmal jemanden Guten Tag sagen würdest, bevor du jemanden ansprichst. So macht man das wenn man sich anständig zu benehmen weis.“ fährt er sie im gereizten Ton an und spricht im selben Ton weiter, während er weiter, an ihr vorbei läuft. „Wenn du alles ordentlich erledigt hast, dann ist ja gut. Wo ist dein Bruder?“ Hektisch und ganz leise antwortet sie auf seine Frage und entschuldigt sich bei ihm für ihr Verhalten. Die ganze Zeit schaut sie auf ihre Schuhe. Schämt sich so sehr, das sie nur noch unsichtbar sein möchte. Kennt sie den Tonfall ihres Vaters nur zu gut. Angst breitet sich in ihr aus. Schon kommt er auch wieder zurück, in den Hauseingang. In sehr strengem, leisen und bestimmenden Ton befiehlt er ihr sofort hinein zukommen. Ihre Freundin schickt er nach Hause. In kleiner, gebückter Haltung versucht sie sich, an dem für sie riesig wirkenden Mann, vorbei zu schlängeln. In Gedanken, sich fragend, was sie jetzt wohl wieder falsch gemacht hat. Sich über sich selber ärgernd, das sie nicht einmal etwas recht machen könne. Er lässt sie gewähren. Schließt hinter ihr schweigend die Tür des Hauses, in dem zwei Familien leben. Er überholt sie bis sie wenige Schritte später vor der Wohnungstür stehen und wendet sich ihr zu. Noch bevor sie zu ihm aufschauen kann, spürt sie wie er ihr mit solch einer Kraft ins Gesicht schlägt, das ihre Brille durch den ganzen Flur fliegt. Gleichzeitig schreit er sie an, ob sie denn sogar zu blöd sei eine Türe ordentlich zu verschließen. Im nächsten Augenblick zieht er sie auch schon durch diese in den Korridor. Kaum richtig in der Wohnung schlägt er abermals zu und schreit sich immer mehr in Rage. Sie fasst all ihren Mut und will unter Tränen etwas sagen. Zur Sicherheit und vor Angst ging sie etwas zurück, direkt vor ihre Zimmertür. Nur eine Silbe kam ihr über die Lippen. Sie solle schweigen, schrie er sie an. Soll endlich aufhören zu widersprechen und greift nach einem Knüppel von ihrem Bruder, der auf der Garderobe liegt. Wut entbrannt, weil sie es überhaupt in Erwägung zog etwas zu ihrer Verteidigung zu sagen, geht er auf sie los. Sie kann gerade noch die Zimmertüre öffnen, damit sie nicht so in die Ecke gedrängt ist. Schon spürt sie wie er auf sie eindrischt. Sie sinkt in die Knie und hält schützend die Hände über den Kopf, während sie gleichzeitig versucht ihm irgendwie den Rücken zuzukehren. Die blanke Wut bekommt sie zu spüren. All seine Wut der letzten Tage. All die Wut für falsche Entscheidungen und Erfahrungen die das Leben aufzuweisen hat. All das was zu spüren ist, wenn er es nicht im Alkohol ertränken kann. Er schlägt so lange auf diesen Kinderkörper ein, bis der dicke Stock zu Bruch geht. Lässt den Rest einfach fallen und verlässt wortlos den Raum, in dem er die Tür von außen schließt. Zusammen gekrümmt lieg sie am Boden und wagt kaum zu atmen. Bis sie hört, dass er die Wohnung verlässt. Endlich kann sie ihren Tränen freien Lauf lassen. Wie gelähmt bleibt sie da liegen. Kein Gedanke über das Geschehene kommt ihr in den Sinn. Kein Gedanke überhaupt kommt ihr in den Sinn. Liegt einfach unverändert da und weint. Wie sie es schon so oft in ihrem Leben, an diesen Ort, nach solch einer Begebenheit getan hatte. Mit einem einzigen Wunsch. Dem Wunsch sie wäre Unsichtbar. Nach einer Weile versucht sie aufzustehen. Den nachfolgenden Schmerz spürt sie schon seit Jahren nicht mehr. Sie schleppt sich ins Badezimmer um ihr tränenverschmiertes Gesicht zu waschen. Einen Blick in den Spiegel vermeidet sie lieber. So wie die meiste Zeit in ihrem Leben. „Du hast zu funktionieren!!“ sagt ihre Mutter immer wieder. Da die nach einem anstrengenden Tag auch sehr ungehalten sein kann, geht sie in ihrer Leere und inneren Erstarrung in die Küche um das Abendbrot zu zubereiten. Bevor gleich alle wieder nach Hause kommen und die Tür für den heutigen Tag gänzlich geschlossen wird. © by Emma (03.02.2010)

Lieblos Verachtet

Gedemütigt, gepeinigt im ganzen Sein, // alles erdulden, ohne zu hinterfragen. // In der Menge, trotz allem immer allein, // ohne Blindheit es nicht zu ertragen. //// Geächtet für alle die aufgebürdete Last, // wollend, schützend vor Verletzungen. // Innere tiefe Schreie, ein Leben in Hast, // ist erstickend, taub, ohne Erwartungen. //// Keine Hoffnungen in sich mehr hegen, // funktionieren, die Seele eine einzige Pein. // Falsche Selbstlosigkeit, alles zu geben, // um nur einmal geliebt, nicht verachtet zu sein. //// © by Emma (26.01.2010)

Die unendliche Stille des Meeres

Verzweifelt der fehlenden Kraft. Ohnmacht die alles erdrückt. 
Macht schwer jeden einzelnen Schritt. 
Der Sand ist noch aufgewühlt von der Nacht. 
Blendende Helligkeit, alles für den Tag, langsam erwacht. 
Die letzten Tränen verklären den Blick. 
Ein atemberaubender Anblick verhindert ein Zurück. 

Das spiegelglatte Meer, in tiefer Stille vor einem liegt. 
Der langsam weichende, schwebende Dunst, jede Grenze verwischt. 
Als wenn der Himmel sich mit der Flut vermischt. 
Unendliche Weiten des Raums, an diesem Morgen entstehen. 
Wachsen der Sehnsucht, um weitere Grenzen zu übergehen. 
Genommen wird die Luft, durch die übermannte Einsamkeit. 
Jeder Schritt schmerzt, will man nur Bewegungsfreiheit. 
Die Wut der Ohnmacht kommt zum tragen. 
Erkennt man sofort den Grund. Braucht nicht weiter zu hinterfragen. 
Die Gedanken beginnen zu kreisen. 
Blockaden, das Ego hindert am begreifen. 
Doch erst mit dem zulassen, bekommt das Meer, mit jedem Schrei, die Negation zu fassen. 

Als würde es alles in die Weite ziehen. 
Ganz langsam beginnt man die Stille der Wellen zu verstehen. 
Alles bricht aus einem heraus. 
Will nicht mehr aufhalten den ganzen Verlauf. 
Hört auf mit dem stetigen Vergleichen. 
Verliert sich auch nicht mehr in vergangenen Zeiten. 
Nichts ist mehr wie es mal war. Es wird auch nie mehr so sein. 
Mit weiterem Denken fügt man sich nur zu, den Schmerz und die Pein. 

Definiert man sich an etwas, was nicht ist. 
Versucht, der Zukunft, den Wünschen, der Hoffnung und den Träumen zu vertrauen. 
Doch kann man auf diese Illusion in keiner Weise bauen. 

Das bewegungslose Meer will nur eine Antwort bringen: 

„Hör auf mit dir und der Stille zu ringen. 
Lass das Ganze endlich zu. 
Lass all deine Gedanken endlich in Ruh. 
Komm her, in die Gegenwärtigkeit. 
So viel steht hier, in diesem Augenblick, bereit. 
Werde dir all dessen bewusst. 
Erleiden wirst du nie einen Verlust. 
Befreie dich von dieser Identifikation. 
Komm heraus aus deiner inneren Stagnation. 
Du wirst das Jetzt sehen, klar und rein. 
Wirst in dieser Stille, leicht und einfach nur sein. 
Frei von allem was dich erdrückt. 
Es sind nur deine Gedanken. 
Nichts anderes macht dich verrückt. 
Beobachte alles. 
Höre allem zu, wie einer Melodie. 
Das Ganze fügt sich zu einer wunderschönen Symphonie.“ 

Überwältigt von den Worten, bleibt einfach stehen. 
Beginnt man endlich zu fühlen, zu hören und zu sehen. 
Alles was eben noch lag im Dunst verhüllt, nun die sonnendurchflutete Leere ausfüllt. 
Geschenke die das Meer immer wieder gebracht. 
Steine in der schönsten Farbenpracht. 
Kein Verlangen, weiter zu ersinnen. 
Alles Essenzielles ist auf dem Wege, wie Muscheln zu finden. 
Ihre Formen sind gezeichnet von der Wegesspur. 
Doch sind sie ihrer selbst. Sind einfach nur. 
Geschichten und von Erfahrungen könnten sie erzählen. 
Soll man sie selber, im Sein erleben. 
Ganz bei sich, in der Gegenwärtigkeit. 
In der Leere erfüllt, mit der eigenen Liebe, der Wärme und dem Licht, in der Leichtigkeit. 
Durch die Stille bricht endlich alles auf. 
Innerer Frieden, das Strahlen, blitzt aus allen Augen heraus. 



© by Emma (20.01.10)

Stille der Nacht

Wehende kalte Winde künden es an,
unsere Zeit ihren Wandel vollbringt.
Der Abend zieht übers ganze Land,
klirren der Äste, von Abschied singt.

Der Horizont, steht im Flammenmeer,
trennt alles von dem wärmenden Licht.
Loslassen der Schönheit, so schwer,
Sehnsucht, raubt Klarheit in der Sicht.

Nichts kann aufhalten diese Szenerie,
legt sich alles hernieder, Dunkelheit.
Verborgen im Nichts, gefühlte Utopie,
die Ruhe, wiegend in Geborgenheit.

Alle Unbehagen lösen sich darin auf,
zu zulassen jeden so kleinen Schritt.
Umschlossen, der Finsternis Verlauf,
treibend, in Gedanken einen Schnitt.

Wahrnehmend, hoch im grellen Schein,
hell funkelnd, Sterne in ihrem Glanz.
Gegenwärtig, unter dem Monde sein,
nach all dem greifen, wie im Tanz.

Alles erstrahlt in großer Helligkeit,
mit klarem Blick, in Wärme umhüllt.
Tiefe tragende Stille steht bereit,
Liebe, die befreiende Leere erfüllt.



© by Emma (1.1.2010)

... und das kann ich ...

Planen, beweglich und stark sein,
kann ich in diesem Sinne nicht.
Kinder tragen, alles schaffen allein,
auch das kann ich so einfach nicht.


Lange Strecken, wie früher laufen,
wiederum dies kann ich nicht.
Für vieles wieder Hilfe brauchen,
eingestehen, das kann ich nicht.


All dies immer wieder neu erkennen,
sehen von neuem, das kann ich nicht.
In Illusionen nicht stets verrennen,
es hinterfragen, was kann ich?


Versuche zu malen, schreiben, singen,
vieles ausprobieren, das kann ich.
Vielen Freude, ein Lächeln bringen,
dankbar dafür, denn das kann ich.


Offenen Geist, Augen und Ohren,
im Maße, darüber verfüge ich.
Für Mitgefühl, Trost und gute Worte,
sie sinnvoll nutzen, das kann ich.


Die Momente leben, wie sie gegeben,
wieder entdeckt, ja, das kann ich.
In der Natur, sie einfach erleben,
in mir spüren, auch das kann ich.


Alle Farben, um mich einfach sehen,
dies auch teilen, gut, das kann ich.
Klänge, Geräusche, in mir vernehmen,
darin einfach treiben, das kann ich.


Nicht durch Ignoranz, suggerieren,
mich darin üben, das kann ich.
Gleichmut, Geduld fokussieren,
in all dem leben, das kann ich.


Wärme, Verbundenheit, zu spüren,
Liebe verschenken, das kann ich.
Leere, Freiheit, Gedanken berühren,
 mein Leben erfüllen, kann nur allein ich.


© by emma (12.12.2009)

Grenzenlos



Durch die Ferne, in meinen Raum,
entsteht die unfassbare Nähe.
Deine Gedanken, in meinem Traum,
darin sie höre und auch sehe.

Unerwartet, dich tief in mir spüre,
dein Geist von mir Besitz ergreift.
Nimmt die Luft, schmerzhaft berührt,
bis ich sehe, erkenne und begreif.

Verwirrung plagt mich, Zerrissenheit,
zweifle an meinem klaren Verstand.
Deine gebrachten Zeichen, meine Klarheit,
Utopie, wie ein fernes, fremdes Land.

Zu unglaublich, darf es denn sein?
Wehren uns, kämpfen dagegen an.
Lassen uns los, für des anderen Sein,
nehmen die Liebe, Erfüllung mit an.

Entfernter scheint es als je zuvor,
wachsen zusammen immer weiter.
Identische Worte, offener als davor,
müssen gehen unserer Wege weiter.

Das was ist, dieses Ganze annehmen,
jeder Kampf dagegen, hat keinen Sinn.
Jede Aufgabe, die dir und mir gegeben,
am Ende, frei und eine Einheit sind.


© by Emma (9.10.2009)

Einfach nur Gedanken

Gehetzt, getrieben, kraftlos, der Emotionen leer. Agierend, ertragend, erleidend in den Jahren, das Leben in seinem Sein. Das Mitleid und die Demut, die Verzweiflung und der Schmerz, verschließen das Wesen immer mehr. Nur um alles Neue, die Härte des Gegebenen zu überstehen. Für welchen Sinn? Die entstandene Kälte nicht mehr zu spüren. Nur um zu funktionieren. Was für ein Leben. Wie lange kann so etwas gehen? In kalter Resignation, vor sich hinvegetieren. Allen Endes nur noch Parieren. Im guten Glauben es wird vergehen. Kein Dasein sollte so vergehen. Unterliegt man einer Illusion. Einer Gedankenmanipulation. Die einen zum Erliegen bringt. Man nur noch mit dem Leben ringt. Alles was vorher war, wird einen nicht mehr weiterbringen. Die Mauern der Angst zum Einsturz bringen. Welche alle vollkommen nichtig sind. Fragen nach dem eigentlichen Sein. Wer bin ich? Was bildet man sich ein? Lassen einen erkennen. Nichts davon lässt sich beim Namen nennen. Trugschluss, Ego wie soll man es sagen? Manch einen lässt dies verzagen. Doch wenn man zu sich ganz ehrlich ist, wird man sehen, man ist ein Nichts. Tiefe Leere macht sich breit. Ebenfalls ist man sehr befreit. Erwacht man nun endlich aus dem Lebenstraum. Erfüllt die Leere, mit Liebe den Raum. Erkundend, suchend, was war geschehen, möchte immer weiter gehen. Kann den Gipfel so nicht erklimmen. Das Ganze würde wieder verschwimmen. Dem erwachten Geist in Treue bleiben. Die Offenheit, Weite erkennen lässt. Gedanken ziehen so vorbei. Innere Stille und Ruhe machen sich breit. Nie Gekanntes bricht aus einem heraus. Die Emotionen nehmen ihren freien Lauf. Es bleibt nichts anderes als sie zu zulassen. Sonst bekommt einen der große Schmerz wieder zu fassen. Je öfter man die Gefühle erspürt, desto weniger das dazugehörige Leid einen berührt. Wird man sie irgendwann verstehen. Erkennen und lernen damit umzugehen. Wirft einen nicht mehr aus der Bahn, da man sie vorab schon deuten kann. Doch nur wenn man sich dessen ist bewusst, erleidet man auch keinen Verlust Nur in der Bewusstheit, dem ganzen Geschehen, lernt man zu verstehen. Kann jeder gehen auf seinen Wegen, wird die schönsten Dinge erleben. Lernt das Leben so zu nehmen. Noch mehr. Von all dem, die Liebe zu geben. Wiegt sich in der Stille ein. Selbst in Gedanken tritt keine Stagnation ein. Bewegt sich weiter, immer fort. In die Tiefe, den Fernen Ort. Unergründlich wie es scheint, ist man mit alle dem doch vereint. Nichts trennt einen mehr von eigenen Wesen. Kaum zu fassen dieses erleben. Dagegen kämpfen bringt einen nichts. Kostet nur Kraft. Versperrt wieder jede klare Sicht. Zu schauen, fühlen, ergründen und die Bewusstheit zulassen. Auslöser für dieses Leiden bekommt man zu fassen. Bei sich, darin bleiben. Nicht hinterfragen. Wird es einen sonst nur weiter plagen. Die Erkenntnis bleibt. Die Gedanken ziehen fort. Bringt die Antworten an jeden Ort. Lösungen werden einem suggeriert. Neue Ideen präsentiert. Nur das eigene, wahre Selbst kann rechtens entscheiden. Lässt ohne Mühe die Wege beschreiten. Irgendwann schwindet die Zerrissenheit dahin. Alles im Leben hat seinen Sinn. Egal ob sie Zufälle, Schicksal, Bestimmung sind. Den Weg aus dem Leid, kann man nur bestreiten allein. Einige können Begleiter sein. Viele Monologe, Dialoge helfen verstehen. Nichts außer Acht lassen, in der Stille immer weiter gehen. In der Ruhe, immer bei sich verweilen. Ohne Suche, immer in der Bewusstheit bleiben. Losgelassen von Leid und Schmerzen, sieht man mit seinem Herzen. Verlassen die Sicht auf die Vergangenheit. Mit Gleichmut in Gelassenheit leben. Liebe, Wärme und Freiheit wird einem gegeben. Leben bewusst, das wahrhaftigen Leben. Bringt einem die Zuversicht und die Zufriedenheit. Auf seinen Wegen zum Wesen, tief die Verbundenheit. Dankbar sein, selbst für den Schmerz und die Pein. Erwacht, glücklich und frei, in der Leere und im Leben sein. © by Emma (16.11.2009)