Sonntag, 15. November 2009

Jedes Wort, welches ich dir jetzt sagte, war umsonst!

„Jetzt sitzt du schon wieder hier. Weist das du den größten Mist gebaut hast und willst auch noch Mitleid haben. Was denkst du eigentlich wer du bist? Ständig kommst du an und lässt dir den Kopf waschen. Heulst dich bei mir aus und alle Welt soll dich für dein Leben bemitleiden. Was denkst du wie lange das alles noch so weiter gehen soll? Warum lebst du nicht endlich mal dein Leben? Hör auf dich hinter irgendwelchen Dingen, die du dir einredest, zu verstecken. Was denkst du eigentlich wie lange das alle noch so ertragen oder mitmachen können? Auf jede erdenkliche Art und Weise habe ich nun schon mit dir gesprochen. Ruhig hinterfragend, klärend, oder auch energisch, angenervt, Meinung sagend. Am Ende ist es dir egal was andere sagen. Machst was du willst. Es ist dir auch egal wie andere sich dabei fühlen. Seit Jahren treibst du nun dieses Spiel. Alle sind böse zu dir. Keiner liebt dich. Keiner will dir, auf deutsch gesagt, den Hintern putzen. Was erwartest du denn vom Leben und von denen die dich da begleiten? Die ganze Welt soll sich nur um dich drehen. Macht mal einer etwas, wie er es für richtig hält, läufst du Amok. Machst ihm, und nun seit Jahren auch ihr schon, das Leben zur Hölle. Dabei lag alles in deiner eigenen Hand. Du hattest die Wahl. Du hast deine Entscheidung getroffen. Du konntest entscheiden, ob du lieber weiter saufen möchtest oder ob du eine Familie mit ihr Gründen wolltest. Dein Kind beim Aufwachsen erleben kannst. Und was machst du? Du bleibst bei dem was du kennst. Machst sie dafür verantwortlich, dass sie dein Leben zerstört hätte? Denk einfach mal darüber nach, ob du nicht vielleicht selber daran schuld sein könntest. Ob du nicht selber dabei bist, dich systematisch zu zerstören. Ich kann dich nicht weiter in Schutz nehmen, denn ich kann es nicht nachvollziehen. Sie lässt dich nur wegen dem Kind immer wieder in das Leben hinein, obwohl du sie versuchst fertig zu machen. Ihr physisch und psychisch Schaden zugefügt hast, ihr sogar nach dem Leben trachtest und sie mit Waffen bedroht hast. Sie versucht sich und das Kind vor dir zu schützen. Jedes mal wenn irgendetwas nicht so gelaufen ist wie du es wolltest oder sie Sachen sagte die dir nicht in den Sinn passten, bist du wieder durchgedreht. Immer und immer wieder machst du sie für dein Leben verantwortlich. Was hat sie denn aber noch mit dir zu tun? Mit dir und deinem Leben? Außer das du der Vater des Kindes bist, doch gar nichts. Sie hat ihr Leben im Griff. Das du seit Jahren zerstören willst. Weil du es nicht ertragen kannst. Du gibst einfach keine Ruhe. Dabei könnte es doch alles Laufen. Es liegt alleine bei dir und bei keinem anderen. Du ziehst sie vor Gericht, obwohl es keinen Grund gibt. Niemals hat dir jemand verboten Kontakt zu ihr und deinen Kind zu haben. Nicht ein einziges Mal ist sie zur Polizei, obwohl es genügend Anlass gegeben hat. Nicht einmal hat sie negativ darauf reagiert. Nein immer wieder konntest du dein Kind sehen. Doch sie muss dieses schützen. Oder meinst du das Kind leidet nicht auch unter dieser Situation? Meinst du nicht, dass es dadurch einen Schaden nehmen könnte? Sie ist nicht zum Jugendamt gegangen, du hast sie dorthin zitieren lassen. Selber bist du zu feige dich einem Gespräch zu stellen. Jetzt haben das Jugendamt und das Gericht eine Regelung gefunden, und du gibst immer noch keine Ruhe. Du treibst es sogar soweit das alles Anzufechten. Diese verbal anzugreifen und wieder andere für dein Leben verantwortlich zu machen. Du behauptest es ginge dir immer nur um dein Kind. Aber worum geht es dir wirklich? Nur um das Kind? Warum machst du dann ihr immer noch das Leben zur Qual? Warum lässt du dann nicht einmal ruhen und kümmerst dich nur um dein Kind? Aber nein, du machst da weiter wo du aufgehört hast. Meinst du wirklich, dass du damit etwas erreichst? Wenn nichts mehr geht, hast du ja wenigstens noch deinen besten Freund, den Alkohol. Ist ja auch eine schöne Entschuldigung. Doch ganz ehrlich. Dann stehe auch endlich dazu, dass du da ein Problem hast. Gehe es an. Nimm dein Leben endlich in die Hand. Aber höre auf hier ständig anzukommen und mir dein Leid zu klagen. Ich will und ich kann das nicht mehr. Es gibt genügend Menschen mit wirklichen Problemen. Seit Jahren habe ich versucht dir zu helfen, dich zu verstehen und zu unterstützen. Solange ich es mit mir und meinem Gewissen vereinbaren konnte. Aber jetzt ist der Punkt im Leben, an dem ich es nicht mehr ertrage. Zu zusehen wie du dein und das Leben anderer systematisch zerstörst. Suche dir Menschen die dir wirklich helfen können und ihr Geld damit verdienen. Aber ich kann dir nicht mehr helfen dein Leben auf die Reihe zu bekommen. Trage endlich mal Verantwortung und sei glücklich und dankbar, dass du nicht mal ein blaues Auge davon getragen hast. Jeder andere an deiner Stelle würde auf der Anklagebank oder im Knast sitzen. Eigentlich war jedes Wort, welches ich dir jetzt sagte umsonst. Du wirst ja dennoch weiter stalken. Weiter dir dein Hirn weg saufen. So wie du es die ganzen letzten Jahre auch schon getan hast. Also lass mich damit in Ruhe. Es gibt nichts was ich dir noch geben oder sagen kann.“ © by emma (13.11.2009)

Der 9.11.1989 wie er irgendwo gewesen sein könnte oder vielleicht auch war?

…….. In einem kleinen Raum eines Gewölbekellers, sitzen sie auf Kartoffelkisten, die sie mit alten Matratzen aufgepolstert haben. In einer Ecke habe sie ein kleine Kochplatte auf einem Sperrmüllschränkchen stehen, worauf sie sich, an diesem kühlen Herbstabend, mit dem alten verbeulten Wasserkessel Tee kochen konnten. Sechs jungen Menschen sitzen um einen Tisch. Wirken für diesen einen kleinen Moment entspannt. Obwohl sie in dem Bewusstsein sind, das sie hier nicht ganz im Sinne aller sein dürften. Alle gehen noch in die Schule und versuchen sich dem ganzen Leben in diesem Land zu fügen und unterzuordnen. 
Nur nicht auffallen. Auf keinen Fall offen sagen, dass man sich einmal in der Woche hier trifft. Nein. Einige unter ihnen dürften hier eigentlich nicht sein. Leben sie doch in einem Staat, in dem es nicht gerne gesehen wird, wenn man sich zu Gott und der Kirche wendet. Doch diese paar Jugendlichen lassen sich davon nicht beirren und treffen sich einmal in der Woche, mit dem Jugendwart der Evangelischen Kirche, in diesem kleinen Kellerzimmer. Es ist ihr kleiner Raum, in dem sie sein können wie sie sind. 
Sie reden über Gott und die Welt. Schenken sie aber auch den politischen Ereignissen der Weltgeschichte, in denen sie leider zu dieser Zeit leben, auch sehr viel Beachtung. Doch hier können sie sein wie sie sind. Können auch ihren menschlichen Gedanken freien Lauf lassen. Sich einfach äußern. Leider können sie das nur dort. Mussten doch einige ihnen auch schon die Erfahrung machen, wie es einem ergeht, wenn man es in der Öffentlichkeit tut. 
Vom Regime des Landes ist dies nicht gerne gesehen. Ja, sogar verboten, wenn es nicht im Sinne dieser Macht ist. So leben sie, alleine auch durch diese Vorkommnisse, in dem Bewusstsein, die ganze Zeit beobachtet zu werden. Für diesen Moment, an diesem Ort, ist es ihnen egal. Sie wissen, dass dieser Raum keine Wanzen enthält. Zumindest sind sie in diesem guten Glauben. 
Mitten in einer regen Diskussion, springt auf einmal die Türe auf. Alle schrecken zusammen, so sind ja auch einige gegen den Wunsch ihrer Eltern hier. Das plötzliche und abgehetzte Erscheinen des Kösters in der Türe, lässt alle wieder in eine Erleichterung zurückfallen. Dieser wild gestikulierende Mann ist sehr aufgebracht und vollkommen außer Atem. Er muss den ganzen Weg gerannt sein. So bringt er schnaubend nur ein paar Worte heraus, die keiner fassen, geschweige denn glauben kann. 
Alle sind aufgebracht und reden durch einander. Da es nicht sein kann. Nicht so plötzlich. So unerwartet. Sind sie fast noch zu jung um wirklich begreifen zu können, was das alles für ihr Leben heißen sollte. Zwar ging die halbe Republik seit Wochen schon dafür auf die Straße, doch hätte keiner solch eine überraschende Wendung für möglich gehalten. Die zwei Männer unterhielten sich sehr aufgeregt, wobei der Köster immer wieder wiederholte „In der Aktuellen Kamera haben sie es doch eben gesagt. Geh rüber zu deiner Frau. Schau selber nach. Ich bleibe so lange für dich hier.“ 
Mittlerweile war er auch wieder zu Atem gekommen und goss sich erst einmal eine Tasse Tee ein. Angespannt warteten alle auf die Rückkehr des Jugendwartes. Um zu erfahren was nun wirklich los ist. In welch einer Situation sie sich und das Land wirklich befanden. Einige stellten sich vor wie es sein könnte, wenn es wahr wäre. Andere wiederum verfielen in ein tiefes Schweigen. 
Eine kleine verängstigte kleine Person in der Ecke gehört auch zu denen die kein Wort mehr sagen. Sie beschäftigten zudem Ganzen noch eine andere Frage. Wussten ihre Eltern schon, dass sie auch heute wieder heimlich die Wohnung, ihr separat liegendes Zimmer verlassen hatte? Sicherlich schon. Doch wie würden sie in an betracht der Tatsachen reagieren. Hatte man es ihr doch strickt verboten sich hier her zu begeben. Normaler Weise folgt sie immer. Tut alles was man von ihr verlangt. Doch in diesem Punkt konnte sie nicht anders, war es der einzigste Ort an dem sie sich wirklich wohl fühlte. 
Nach Minuten, die wie eine Ewigkeit wirkten, kam auch der Jugendwart wieder zurück in den Keller, und bestätigte das, was vorher so überraschend berichtet wurde. Die meiste Zeit der zwei Stunden, die sie sich sonst hier trafen war schon vorüber, also löste man die Runde für diesen Tag, auf Grund der besonderen Gegebenheiten auf. Wie in einem Rudel verlassen sie zusammen das Haus. Alle redeten wild durcheinander. Nur diesem einen Mädchen wurde jetzt, das erste Mal seit dem sie zu dieser Runde ging, Angst und Bange nach Hause zu gehen. 
Wie jede Woche wurde sie von einigen ein Stück des Weges begleitet, damit sie nicht alleine durch einen dunklen Park laufen musste. Die letzten Meter lief sie Gedankenlos alleine weiter. Sie konnte nicht einschätzen was sie jetzt wirklich zu Hause erwarten würde. Gab es in der Vergangenheit häufiger nach diesen Treffen Diskussionen, und beim letzten Mal wurde das strenge Verbot mit seinen Konsequenzen ausgesprochen. 
Den Schlüssel brauchte sie nicht mehr in die Türe stecken, wurde sie gleich dort abgepasst. Wütend stand ihr Vater vor ihr. Voll des Zornes. Angestachelt durch den Alkohol, holte er schon mit polternden Worten aus. Sie stand einfach nur wie versteinert vor ihm und sagte in einer Seelenruhe: 
„Die Mauer ist auf!“…………… 




© by emma (9.11.2009)

Lautlos

Still, überwältigend, heimlich und leise, // unsere Herzen, sie schlagen einen Takt. // Erspüren wir stets auf besondere Weise, // unsere Seelen schließen einen Pakt. /// Die Sehnsucht war groß nach jedem Wort, // so sollten und wollten wir vernünftig sein. // Die geliebte Nähe spüren an jedem Ort, // ahnend, der große Schmerz setzte ein. /// Zerriss es uns schier auf vielen Ebnen, // litten, keine Grenzen für uns zu fassen. // Hat jeder eine andere Aufgabe im Leben, // mussten des anderen Sein loslassen. /// Offen, erleichtert, innerlich verwandelt // können uns nicht dagegen verwehren. // Um Worte wird nicht mehr verhandelt, // wissend um die Kostbarkeit, sie verehren. /// Unsere Seelen sich weiterhin berühren, // fühlen die Gegenwärtigkeit, Grenzenlos. // Die Zweisamkeit, statt Einsamkeit spüren, // einreißen der Welten wäre hoffnungslos. /// Willst du es in dir erhalten, weiter gehen, // jeden flüchtigen Hauch unseres Erlebens. // Wünschest dir seien Flügel gegeben, // um mir immer wieder nachzuschweben. /// Trage ich im Herzen was du mir gegeben, // wie unser Leben in all seiner Schönheit. // Dir unendlich dankbar für das erleben, // ruht in mir, die Liebe unserer tiefen Verbundenheit. /// © by Emma (5.11.2009)

Zeiten der Kälte werden vergehen

Zitternd, vor Angst der bebende Leib, // auf dem Boden in seiner ganzen Pein. // Schmerzverzehrtes Gesicht in seinem Leid, // es fließen die Tränen über dieses Sein. /// Eine Baracke tief im Niemandsland, // erdrückender Anblick, im Herzen schwer. // In dieser Einöde kaum ein Leben fand, // umgreifen der Kälte, erstarre zu sehr. /// Ausgemetzelt der Körper, so klein, // berstender Hunger, an, in ihm nagt. // Ist in dem Elend hilflos allein, // die schwindende Hoffnung ihn plagt. /// Zeiten der Kälte werden vergehen, // ein Licht in dem Dunkel wird entfacht. // Wird erhört, diese Schmach überstehen, // in erfüllte Freiheit des Seins gebracht. © by emma (1.10.2009)

Untiefen

Der Isolation will man entschwinden, // Verzweigungen als Hürden dastehen. // Antworten sollen einen jeden finden, // erkennen, damit leichter weitergehen. /// Ein tiefer, ein klarer, ein wacher Geist, // Schmerzen bremsen den Willen aus. // Arg trotzender Unmut steht stets bereit, // endet da wo das Leiden brach heraus. /// Ergründen, Gefühle, weitere Tiefe zulassen, // öffnen, an die eigene Liebe sich binden. // Verwirrend, schwer nur alles zu fassen, // nur in Untiefen aus der Isolation finden. /// © by emma (1.10.2009)

Sonnenstrahlenlicht

Tiefe Dunkelheit der Schatten, // brachiale Stürme sich auftürmen, // berstende Kälte lässt erstarren. /// Irren auf der Suche umher, // einzig, einen Schmerz verspüren, // verzweifelnd, des Innersten so leer. /// Ohnmacht, ertragen der Lasten, // erwachen aus der Plage des Traums, // vereinzelt, helle Strahlen zu erfassen. /// Bewegungen unendlich tief erfühlt, // von Bewusstsein sacht durchströmt, // mit Leben ganz und gar erfüllt. /// Geblendet der Schönheit Gesicht, // aller Hoffnungen wieder vertraut, // stehend im Sonnenstrahlenlicht. © by emma (14.10.2009)

Nach rechten Worten suchen - Trost

Mit Tränen gefüllten Augen sitzt du vor mir. Kaum ein Wort von dem was du mir sagen möchtest, kannst du über deine Lippen bringen. Es kostet dich einfach nur Mühe und Kraft. Zu schwer ist das was dir geschehen. Zu schmerzhaft ist die Erfahrung. 
Die Gefühle die dich in diesem Moment und bei jedem Gedanken daran überrollen. Du kannst nicht mehr. Kannst es nicht mehr bei dir behalten. Es erstickt dich. Nimmt dir all die Luft. All die Kraft die du für das Wesentliche brauchst. Die Dinge die du zum kämpfen brauchst. 
Aber so sehr du auch möchtest, es tut einfach nur weh. Am liebsten die Augen verschließen. Nichts hören und nichts sehen. Aber es wird dir nicht helfen. Es wird dich weiter quälen, in diesem momentanen Sein. 


Nach langem Schweigen, vielen weiteren Tränen findest du nun die Kraft. Eine augenblickliche Kälte ist zu spüren. Als würdest du aus dir herausgetreten sein. Getrennt, geteilt von deinem eigentlichen Sein. Als sprächest du wie von einem anderen Wesen, aber nicht von dir. 
Leicht lässt es mich schaudern. Kann ich es wiederum verstehen, und bin einfach nur dankbar und erleichtert für den Moment, dass du geschafft hast dich zu öffnen. Um mir, aus dir heraus zu berichten. Von all den Dingen dir dich so plagen. Alle den Gegebenheiten die dir jeden Mut für ein weiteres Leben nehmen wollen. Darüber das du Angst hast und wovor. Dich allein und hilflos fühlst. Alles am liebsten Verdrängen möchtest. Die Lasten, die sich dir gestellt haben. Die Verluste, die du bis jetzt alleine für dich erleiden musstest. Die ganze Zeit höre ich dir einfach nur zu. Nichts weiter. Schaue dir tief in die Augen, und höre dir einfach nur zu. Lasse alles einfach geschehen. 
Bin ganz bei dir. Mit all meiner Offenheit, meinem Mitgefühl und dem vollen Bewusstsein. Jetzt wo du nun fertig bist mit erzählen. 
Wie ein kleines, hilfloses Kind sitzt du zusammengekauert vor mir. So zerbrechlich. Leer sind deine Augen. Fragend dein Blick. Nicht wissen was auf dich zukommen wird. Wie soll es weiter gehen. 
Hinter einem quälten und gepeinigtem Lächeln versuchst du dich zu verstecken. Es ist dir unangenehm, das du dich jetzt geöffnet hattest. Du bist doch sonst die Starke. Willst es auch immer sein. Nun hat das Schicksal, der Lauf des Lebens, dich erwischt. 


Deine Worte, Erlebnisse. All das von dir gesagte schwirrt durch meinen Kopf. Wie erschlagen und erdrückt von alle dem, fühlt es sich bei mir an. Es muss erstmal in mir ankommen. Du wartest auf eine Reaktion. Auf eine Antwort von meiner Seite. Doch ich verspüre nur Beklemmung, da es so mächtig ist und mich überfällt. Mir jedes Wort raubt. 
Schnell versuche ich mich zu sammeln, doch bin ich gleichzeitig die Ruhe selbst. Voll und ganz im Hier. Eine Weile schweigen wir. Zwanghaft suche ich nach den rechten Worten. Doch was wären die rechten Worte? Wie kann ich deinem Leid, das Angemessene zu sagen finden. Ich spüre ein großes Mitgefühl. 
Am liebsten möchte ich dir dein Leiden, abnehmen. Doch das kann ich nicht. Ich möchte dir den Schmerz abnehmen. Aber auch das ist mir gegeben. Bloß wie finde ich die rechten Worte, um dir zu zeigen was ich gerade fühle. Um dir Trost zu spenden. 
Gibt es denn überhaupt Trost? Würden dir tröstende Worte überhaupt helfen? Könnten sie das all Gedachte auch so zum Ausdruck bringen, was ich denke und dir sagen möchte? Ohne das ich dir einen weiteren Schmerz zufüge? Dir das Gefühl geben würde, du wärst Minderwertig. Ich würde dir und deiner Situation nicht genügend Beachtung schenken. Es wäre alles andere was ich wollte. 
Aber nun sitzen wir beide hier. 
Du wie ein Häufchen Elend und ich hilflos suchend. 
Du ergreifst das Wort. Ganz zaghaft. Meintest du könntest schon wieder schon wieder weinen. 


„Dann tue es doch.“ entgegnete ich mit ruhiger warmer Stimme. 


Fragend schaust du mich an. Holtest Luft, um deine Zweifel anzubringen. Doch da lies ich dich gar nicht erst zu Wort kommen.


„Wieso solltest du es nicht können? 
Wer sagt dir denn, dass du nicht schon wieder weinen darfst und kannst? 
Wenn du das Bedürfnis danach hast, dann lasse es zu. 
Alles andere würde dir nur noch mehr schmerzen zufügen. Dir wieder die Luft rauben. 
Du bist traurig. Du bist verzweifelt. Du siehst gerade nicht mehr wie es für dich weiter gehen soll. Du weist nicht woher du die Kraft nehmen sollst. Doch nun bist du hier. Hier bei mir. Gerade hast du dich geöffnet. Hast alles was dich belastet herausgelassen. So verschließe dich nicht wieder. Es würde dir nur wieder Kraft rauben, dir Schmerzen zufügen. 
Wirklich helfen kann ich dir auch nicht. Denn es gibt nicht viel was ich für dich tun kann. 
Dein Leid kann ich dir nicht abnehmen. Aber ich kann bei dir sein. Ich kann für dich da sein. Dich auf deinem Weg begleiten, so lange es der Hilfe bedarf. 
Es gibt nicht sehr viel was ich für dich tun kann. Aber das was ich tun kann, werde ich auch machen. Für dich da sein, wann immer du mich brauchst. Wann immer es mir gegeben ist, dir zu helfen. 
Sei es nur dich in den Arm zu nehmen und dir das zu schenken, was du in diesem Moment brauchst. Einen Ort der Geborgenheit, an dem du dich öffnen kannst. Das du so sein kannst wie du bist. 
Wenn dir nach Weinen ist, dann lasse die Tränen laufen. Ich werde dann einfach nur da sein. Für dich da sein, bis es dir wieder ein Stück leichter ist ums Herz. 
Sollte dir zum Reden sein, auch dann werde ich da sein. Werde wieder hier sitzen und dir zuhören. Mit dir sprechen bis du wieder klarer sehen kannst. 
Oder weil du das Gefühl des Alleinseins nicht ertragen kannst, dann werde ich bei dir sein. Einfach nur mit dir hier sein, bis das Gefühl der Einsamkeit wieder verschwunden ist. 
Aber du bist nicht allein. Das ist das wichtigste, welches du nicht vergessen darfst. 
Du wirst alleine Ertragen und deine Hürden nehmen müssen, denn das kann dir niemand abnehmen. Ich jedoch kann dich begleiten, so weit es mir gegeben ist.“ 


Damit nahm ich sie in den Arm. Ihre Tränen flossen mit einemmal drauflos. Ich hielt sie einfach wie ein kleines Kind wiegend im Arm. Ohne ein weiteres Wort zu sagen. 
Alleine dieses Gefühl, das sie sich öffnete, es annehmen konnte und sich fallen lies zeigte, das nun doch die richtigen Worte gefunden waren, die sie in diesem Moment brauchte. 
Irgendwann schlief sie über ihren Tränen in meinen Armen ein. Ich lies sie auf dem Sofa schlafen. 


Sie braucht neue Kraft. Ein langer Weg steht ihr noch bevor, aber ich weis auch diesen wird sie überstehen können. Sie hat noch fast ihr ganzes Leben vor sich, dessen Schönheit und Reiz in ihr wohnt. Welches sie auch wieder erkennen wird. Wobei sie ein solch warmes Gefühl der Freude und des Glücks verspüren wird, das sie sieht, es hat sich gelohnt. 
Die Kräfte und die Anstrengungen lohnen sich immer, so lange man dieses Wahrhaftige in sich nicht vergisst. 
Die Schönheit des Lebens und den Seins. 




© by Emma (10.10.2009)

Nach rechten Worten suchen – In Erinnerung an einen geliebten Menschen

Holpernd und polternd überfällt es sie. Mit all der Gewalt an Wut, Hass, Trauer und Emotionen die Es an Hilflosigkeit in sich trägt. In seiner Verzweiflung und Ohnmacht an Gefühlen, Es um sich schlägt als hätte man ihm das Herz aus der Brust gerissen. Sie steht wie erstarrt da. Weis im ersten Moment nicht was Sie sagen soll. So sehr überrennt Sie das ganze Geschehen. In Ihrer Offenheit und Ihrem Mitgefühl für die Situation, kann Sie nichts anderes als sich dieser Flut an Empfindungen zu ergeben. Diese zu zulassen. Das Ganze zu ertragen. Bis Es alles wieder unter Kontrolle hat. 
Die Tränen stehen Ihr in den Augen. Doch Sie weis es wird wieder vergehen. Es ist nur der Moment der Augenblick. Schmerzlich zu Vernehmen was in den vergangenen Stunden geschehen ist. Beide haben einen geliebten Menschen verloren. Sie ist ruhig. Ganz still. Nur vereinzelt läuft Ihr eine Träne des Mitgefühls und Ihrer eigenen Traurigkeit über das Gesicht. Wirklich denken kann Sie nicht. Alles kommt so plötzlich. Als wäre es nicht Wahrhaftig. 
Es ist außer sich. Schreit, weint und weis nicht mehr wohin mit sich. Ist verzweifelt und fühlt sich nun so schrecklich allein. 


„Es war doch der einzigste Mensch der mich so verstanden hat wie ich bin! Mich so genommen hat wie ich bin. Alle anderen haben mich doch immer nur ausgelacht. Ich würde spinnen. Nur weil ich immer meinem dicken Kopf gefolgt bin. Mich diesem ach so spießigen Leben, was alle anderen leben, unterordnen wollte und konnte. Erinnerst du dich noch als alle anderen sich das Maul zerfetzten, nur weil ich so lebe. Und sie immer nur sagte sollen sie mal reden, ich sehe was ich sehe.“ schreit Es unter Tränen heraus. 


Sie beobachtete das ganze Geschehen, in Ihrer Erschlagen- und Gelähmtheit. Hoffte einfach nur das der erste Sturm der gerade auf Sie niederprasselte bald vergehen würde. 
Es lies seinem Gefühlsausbruch, über diese nicht zu verstehende Trauer weiter freien Lauf.


„Was soll ich denn jetzt machen? Nun bin ich allein unter einer Meute gefühlskalter Menschen. Die sich einen Kehricht um die Familie scheren. Im selben Atemzug wie sie mir von dem Tod berichteten, hatten sie nichts Besseres zu tun als mir mitzuteilen wie ich mich zu verhalten hätte. Was ich alles für Pflichten zu übernehmen hätte. Das weis ich doch alles.“ 
Es brach nun in Tränen aus. 


Sie versuchte Es zu besänftigen und nahm Es in Ihre Arme. Auch Ihre Tränen waren noch nicht ganz versiegt. Sie hatte sich noch nicht wieder gefangen. War eigentlich verfangen in der Situation. Sie spürte, dass Sie, dass jetzt so wie es ist zulassen musste. Etwas anderes konnte Sie auch nicht. Immer noch versuchte Sie gleichzeitig während dieser ganzen Szenerie, nach den rechten Worten zu suchen. 
Wie konnte Sie, Es besänftigen, trösten. Die Trauer, die auch Ihr Herz schmerzlich traf, mit Ihm teilen. Wie konnte Sie, Es zur Ruhe bringen. Zum Zulassen und zum Loslassen. Es dazu bringen, dass diese Wut berechtigt ist und bedingt auch gut ist. Das Es das in ihrer Trauer aber nicht weiterbringen würde. 
„Du bist doch nicht alleine.“ Schossen Ihr die Worte hervor, ohne dass Sie wirklich über sie nachdachte. 


„Doch das bin ich. Keiner von denen weis, in welch einer Verbindung ich mit ihr stand. Keiner von denen ist sich darüber bewusst, das ich überhaupt in einem Kontakt mit ihr stand.“ 


„Sie war aber auch schon alt. Auch körperlich nicht mehr in der besten Verfassung.“ 


„Was sagt denn das Alter schon aus. Nichts! Auch wenn sie nicht mehr die vitalste war, so war sie im Geist noch hell wach. Stundenlang habe ich mich mit ihr unterhalten. Sie hat so gerne erzählt. Von Gott und der Welt. Von meinen Großeltern. Aus ihrer Kindheit und überhaupt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles nicht mehr sein soll. Seit ich denken kann ist sie bei mir gewesen. Ich will das alles nicht. Sie hat es immer so schwer gehabt. Ein erfülltes Leben war es bestimmt nicht. War sie doch immer für alle da. Sie hat alle gepflegt und mit ihnen gelitten. Ihre engsten Vertrauten, auch Kinder zu Grabe tragen müssen. Jetzt hätte sie doch das Leben genießen können.“ 


Es holt immer wieder tief Luft. 


„Ich verstehe es nicht.“ 
„Ich will es einfach nicht glauben.“ 


Langsam beruhigte Es sich. 


Sie kam immer mehr zur Besinnung. Kam immer mehr wieder bei sich an. Ihre Stimme nahm an Kraft zu, und auch Ihre innere Ruhe, die zurückkam wurde kräftiger. Sie legte wieder behutsam und geborgen den Arm um Es. Holte mehrfach ganz tief und ganz ruhig Luft. Als wenn Sie sich noch etwas Zeit schaffen wollte, so wie auch Stille in sich pumpen wollte.


„Schau einmal. Du bist nicht alleine, sonst würden wir jetzt nicht hier sitzen. Jeder hat sie auf seine Art geliebt, aber in einem kannst du dir sicher sein, das meine Verbindung und Liebe zu ihr genauso tief war, wie die Deinige es war. Es ist traurig und schmerzhaft. Ja das ist es. Doch schau dir einmal an, was für wundervolle Dinge sie uns zum Geschenk gemacht hat. Alleine die Liebe die sie uns bei jeder Begegnung, in jedem Wort, bei jeder Berührung, ihrer Gestik und Mimik geschenkt hat. Ihre Augen strahlten nur so von dieser Liebe. Viele Dinge haben wir von ihr gelernt. Vor allem das es sich lohnt, so zu sein wie man ist. Das es unser Verderb wäre, wenn wir so wären, wie es sich andere wünschten. Nicht um sonst stand sie immer wieder so hinter uns und hat uns weiterhin Mut gemacht. Sie ist wie sie ist, und wir sind wie wir sind. Wir dürfen uns Dankbar und Glücklich schätzen, solch einen Menschen in unserem Leben gehabt zu haben.“ 


Ungläubig schaut Es Sie an. 


„Aber…“ 


Sie lässt es nicht ausreden. 


„Jeder Augenblick in unserem Dasein ist einmalig. Nichts davon wird immer wieder so sein wie wir ihn einmal erlebt haben. Es ist vielleicht ähnlich, aber immer anders. Doch nur so können wir lernen zu unterscheiden. Lernen mit den verschiedensten Situationen umzugehen. Sehen welch schöne Dinge uns im Leben bereitstehen können. Alles ist Vergänglich. Die Zeit, das Leben, alles was uns umgibt. Somit auch das wir alle einmal an dem Punkt sind, an dem wir sterben müssen. Immer werden wir das Gefühl haben das es zu früh war. Doch das ist der Lauf der Dinge.“ 


Sie machte eine kurze Pause 


„Selbst in der Natur können wir es täglich beobachten. Wenn im Herbst alles welkt. Die Früchte, die den Sommer über gereift sind, geerntet werden können. Die Blätter die von den Bäumen fallen, weil sie welk, alt und gestorben sind. Doch dann legt sich alles in einen tiefen Schlaf. Der Regen reinigt alles und über den Winter kann sich alles erholen, um dann im Frühjahr mit neuer gewonnener Kraft wachsen können. Alles wieder zum Leben erblühen kann.“ 


Fragend schaut Es Sie an. Holt auch schon Luft. 
Aber Sie möchte jetzt nicht dieses trotzige gekränkte Verhalten haben und spricht weiter.


„Jetzt war ihre Zeit abgelaufen. Sie hatte ein erfülltes Leben. Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst. Doch sie hatte es. Sie lebte mit sich und ihrer Welt im Frieden war. Auch wenn sie viel Leid und Schmerz erfahren musste, doch waren es genau die Dinge die ihr die Augen jedes Mal öffneten. Für einen klaren Blick in einen neue oder rechte Richtung sorgten. Sie hat uns soviel Weisheit geschenkt und mit soviel Liebe erfüllt, das wir dankbar sein müssen, diesen Teil unseres Weges sie an unsere Seite gehabt zu haben. Es ist etwas was uns Nichts mehr nehmen kann. Die Erfahrungen, das Gefühl wird immer in und um uns sein. Wir können jetzt nur da weiter machen, wo der gemeinsame Weg mit ihr endete. Wir tragen sie so noch immer weiter. Alles was wir brauchten und was sie uns geben konnte hat sie uns gegeben. Sie war nun am Ende angekommen. Ihr Kreis hat sich geschlossen.“ 


Eine Minute des Schweigens zum Gedanken sammeln entsteht. 


„Ja sie ist von uns gegangen. Aber somit schafft sie neuen Raum. So kann Neues in unser Leben treten. Es wird anders sein. Neuer und vielleicht auch erst einmal befremdlicher sein. Doch es wird uns weiterbringen. Uns wachsen lassen. So wie sie immer ein Teil von uns bleiben wird. Ihre Worte uns in Gedanken weiterhin den Weg weisen und Mut machen werden. So werden wir immer mit ihr verbunden sein, auch wenn wir getrennt sind. Da sie mit allem was sie uns gegeben hat in uns wohnt.“ 


Auch Ihr liefen jetzt wieder ein paar Tränen über das Gesicht. Doch es waren mehr Tränen der Erleichterung, als des Schmerzes. 
Immer wieder holt Es tief Luft. Als wenn Es etwas sagen wollte. Als wenn Es Einwände bringen wollte. Aber es kommt nichts. Die gesagten Worte klingen nach. 
Beide werden immer ruhiger. Sie weis, dass das Schmerzhafte immer wieder kommen wird. Das Es noch so manches Gespräch braucht, um zu merken, das Es sich selber sonst nur schadet. Aber auch diese Zeit wird wie alles im Leben vergehen. Es wird erkennen, wie schön auch das Leben ohne diesen einen Menschen sein kann, ohne sich einsam zu fühlen. Denn Es hat Sie. Sie liebt Es einfach, denn in diesem Punkt sind sie eins. Eins in der Ruhe und Stille. Eins in der Leere und eins im Leben. 


©by Emma (19.10.2oo9)

Hoffnung berühren

Sollte das nicht alles sein, // tiefe Hoffnung tut sich auf. // Gewissheit gibt es nicht allein, // abwägend des eventuellen Verlaufs. /// Nur wenn die Auswahl richtig fällt, // tiefe Täler eröffnen die neuen Wege. // Entscheidung, vermeintlich verfehlt, // bleibt man vorerst in dem Gehege. /// Mutig dem ganzen ins Auge sehen, // nichts verlieren, kann nur bleiben. // Zulassen der Qualen, einfach gehen, // möchte das nicht mehr erleiden. /// Zeitnah, die einzige Möglichkeit, // in sich wieder befreit zu fühlen. // Entfernen von der Gegebenheit, // Gedanken nicht mehr wühlen. /// Erwärmt vom ganzen Sein, // keine Schmerzen in sich spüren. // Mit Liebe erfüllt in sich allein, // durch die Hoffnung berühren. © by Emma (15.10.2009)

Herbstfarbenes leuchtendes Band



Schmerzende Schatten wollen erdrücken, 
alle Kräfte schwinden immer mehr dahin. 
Schwermut, Trübsal will mich verrücken, 
mein Erliegen, kämpfte zu sehr für Sinn. 

Drehen meiner Gedanken, sich im Kreise, 
bohrende Fragen versperren mir jede Sicht. 
Fühl mich in mir, kalt, kein bisschen Weise,
vernehme in der Ferne ein wärmendes Licht. 

Golden, strahlend, blendend und schön, 
zieht es mich in seinen magischen Bann. 
Kann dieser Versuchung nicht widerstehen,
der Leichtigkeit, des leuchtend farbigen Bands.

Blendender Anblick innere Ruhe herbringt,
im prächtigsten Bunt, die befreiende Leere. 
Die letzte meiner Tränen, des Tages verrinnt, 
erfüllt mich mit all der Liebe und Wärme. 





© by Emma (25.10.09)

Farben deiner Seele

Überwältigt von dieser Pracht, // keine Worte, kann ich finden. // Unbekannte Offenheit gebracht, // uns tiefer miteinander verbinden. /// Brichst auf, aus dunklem Eise, // auf deine Art, hab so viel geben. // Gemälde in abstrakter Weise, // erwachen bildlich zum Leben. /// Der Ausdruck, die Kraft sehen, // berührt mich, so sollst du sein? // Immer neue Formen entstehen, // in deiner Welt, für mich allein. /// Schließt mich ein, umhüllst ganz // nimmst mich darin gefangen. // Öffnest Herz, Dein Sein im Glanz, // Gefühle, fern der Zeit die vergangen. /// In Liebe erfüllt, tief aus deiner Sicht, // zeigst deine Freude, deine Narben. // Stehst strahlend in neuem Licht, // den Grund deiner Seele in Farben. © by Emma (18.10.2009)

Ein Abschied für immer

Vom ersten Moment, diese Anziehungskraft, // hingezogen mit unbeschreiblicher Macht. // Künste der Verführung uns näher gebracht, // erlebten wir die leidenschaftlichste Nacht. /// Zu kurz die Zeiten der Zweisamkeit, // den anderen so nah bei sich spüren. // Sollte Trennung folgen, die Einsamkeit, // nur mit Worten der Sehnsucht berühren. /// Wagte trotz der Ferne den nächsten Schritt, // öffnete mich, vermeintlich, in jenes Ohr. // Wollte sehen, unserer Zukunft ihr Glück, // Dein Leben, das Größte Geheimnis als zuvor. /// Wollte Dir immer näher, ganz für dich sein, // nicht nur wegen den anzüglichsten Grüßen. // Dich verstehen, dein Wesen, dein Sein, // trampelst auf mir, mit deinen Füßen. /// Wolltest mich nur als Objekt der Begierde, // das materielle in meinem ganzen Sein. // Rücksichtslos, selbst wenn ich mich zierte, // war schmerzlichst, fühlte mich so allein. /// Besitzen, Kaufen, wolltest mich für dich, // beherrschen, Angst es wäre nur ein Spiel. // Vertrauen, Fremdwort, kennst du nicht, // hintergehst, spielst alleine, für welches Ziel? /// Ertrage, leide ich unter dir so sehr, // fühl mich verkauft, verraten, der Seele mein. // Jedes deiner Worte schmerzt immer mehr, // will nicht mehr dein käufliches Weibe sein. /// Verschwinde ich aus deinem Leben ganz, // fühl mich ohne dich, nicht mehr allein. // Gewinne zurück meinen strahlenden Glanz, // Frei, in meinem eigenen Lichte sein. // © by emma (10.10.2009)

Ein Traum

Worte meinen Geist durchströmen, // Liebe öffnet mein Herz und die Tür. // Lässt in mir deine Stimme ertönen, // plötzlich stehst nun Du vor mir. /// In die warmen Augen, ein tiefer Blick, // schrecke ich hoch, bin aufgewacht. // Bin im Hier und Jetzt, wieder zurück, // was hat er nur mit mir gemacht. /// Tage hängt er nun schon nach, // wäre für mein Leben viel zu schön. // Im Innersten forsche ich gemach, // möchte alles zu gerne verstehen. /// Zu schön für die Wahrhaftigkeit, // ein Wunsch, mein Bewusstsein ruft. // Drängt mich in die Zerrissenheit, // spüre ihn immer noch in der Luft. /// Wissend, es wird nie geschehen, // nur im Sein, in meinem Raum. // In Einsamkeit nun weiter gehen, // ist nur Illusion, nur ein Traum. /// © by Emma (20.9.2009)

Neue Wege

Zerrissenheit alles trennt, // Fragen nehmen den klaren Blick. // Ausweglosigkeit zum Leben hemmt, // gibt aber auch kein zurück. /// Rechte Wege weiter gehen, // Gedanken, „Ich kann das nicht“. // Wartend in der Schleife stehen, // schmerzliche Erkenntnisse in Sicht. /// Eingestehen, tiefer nachspüren, // schwere erste Schritte vollbracht. // Offenheit, die Liebe berühren, // gefühlt, das Sein, alles erwacht. /// Loslassen, die Antworten finden, // Feuer entfacht, die Zeit verronnen. // Nicht an Abhängigkeiten sich binden, // dankbar, der neue Weg hat begonnen. © by emma (15.9.2009)

Die Gegebenheit

Langsam und Vorsicht kennst du nicht, // dringst einfach in meinen Körper ein. // Verbirgst immer wieder dein Gesicht, // möchtest du da auch noch ewig sein. /// Lässt mich zittern und beben, // fügst Schmerzen zu die mich lähmen. // Soll ich wirklich mit dir leben, // mich nicht immer wieder grämen. /// Nimmst immer mehr von mir Besitz, // das alles reicht dir noch nicht. // Deine Hand fest im Nacken sitzt, // willst, dass mein Geist noch bricht. /// Bei jedem Schritt aus der Situation, // ziehst du mich immer wieder zurück. // Drängst mich in die Isolation, // erstickst im Keim jeden Funken Glück. /// Freie Gedanken mir nicht lassen, // deine Kälte bringt mich zum erliegen. // Kann ich dich einfach nur hassen, // ein Leben mit dir kann ich nicht lieben. /// Raubst mir die Kraft und jeden Sinn, // muss dich ertragen im meinem Sein. // Bis neues Leben findet seinen Beginn, // holt innerer Frieden mich irgendwann ein. © by emma (9.9.2009)

Tanz der Leidenschaft

Salzige Winde, durchströmen die Luft, // heißer rot glühender Sonnenuntergang. // Süßlich umspielt vom lieblichen Duft, // rauschende Wellen, versprühender Klang. /// Rhythmen durchströmen den Abend,// Augenpaare versinken im tiefen Blick. // Bewegende Körper sich daran erlaben, // glänzende Haut, euphorisierend verschwitzt. /// Innige Leiber im Takte bebend, // lassen sich treiben durch die Nacht. // Alle Sinne unbändig erlebend, // in dem Tanze der Leidenschaft. © by emma (4.9.2009)

Verbunden Frei

Verbundenheit mit Liebe erfüllt, // unser Sein durch ein festes Band. // Sehnsucht nach dir mich umhüllt, // greifen, halten Deinen Hand. /// Die Gedanken mich berühren, // spüren der Tiefe, nur dich allein. // Das Ego will mich verführen, // immer mehr in deiner Nähe sein. /// Hält mich gefangen, teilt mich ganz, // getrieben von unseren Gefühlen. // Unerreichbar, im strahlendem Glanz, // Triebe zu sehr in uns wühlen. /// Die Gelegenheiten sehen, zulassen, // in dem Moment, einfach nur sein. // Das andere Sein, das Ganze loslassen, // zusammen, frei in der Leere sein. © by emma (29.8.2009)

Lieben und Loslassen

Egal ob wir in die Zukunft oder in die Vergangenheit schauen, es bringt uns nichts und macht uns das Leben nur schwer. Die Gedanken zermürben einen und so fügen wir uns einen Teil unseres Leides selber zu. Also heißt es von solch einem Denken abzulassen und im Hier und Jetzt zu leben. Alles sehr bewusst zu machen. Um irgendwann bei sich anzukommen und nicht dem Ego gerecht zu werden. Gedanken einfach ziehen lassen. Sie zur Kenntnis zu nehmen, aber nicht festhalten. Das alte Spiel des Loslassens. Es soll nicht heißen, dass einem alles egal sein wird. Doch es öffnet den Blick für viele Dinge die man in dem Kreislauf des zu vielen Denkens verloren hat. Zu dem macht es freier und leichter. Denn wir geben ein Stück der Kontrolle ab, die wir aus der Angst heraus in uns aufgebaut haben. Doch am Ende hemmt sie uns nur am eigentlichen Leben. Wir leben, aber eben nur einem entsprechenden Bild und nicht im eigentlichen Sein. So müssen wir auch immer wieder von Personen loslassen. Auch wenn wir sie Lieben. Sie eigentlich ein Teil von uns sind. Es uns dadurch nur noch schwerer fällt. Doch wenn wir möchten, dass sie auch in ihrem Sein leben, so wie wir es selber in unserem eigenen wollen, müssen wir es machen. Es ist immer ein sehr schwerer Schritt. Kann es nicht auch so sein, das man jemanden mit diesem bereitwilligen loslassen verletzen kann, nur weil man ihm diese Freiheit bieten möchte, die man für sich selber heraus nimmt. Vor allem wenn man diesen Menschen liebt. Auch wenn er es geäußert hat. Oder ist es nur ein Querdenken unseres Egos, weil es den Menschen nicht loslassen möchte. Man kann auf der anderen Seite niemanden zwingen in seiner Gegenwart zu verweilen, nur weil es irgendein Bild verlangt. Egal ob es das eigene Empfinden ist, weil man nicht ein wenig Verantwortung oder Kontrolle abgeben will, oder das Bild welches sich zum Ego projiziert, nur weil es ein gesellschaftliches ist. Es bleibt einem nichts anders übrig, als auf das eigentliche Sein zu hören, seinen inneren Frieden zu finden und loszulassen. Sich nicht zu verschließen, sondern weiter zu öffnen und die Liebe im Herzen, welche durch das Öffnen unendlich groß wird zuzulassen und nicht zu ersticken. Durch die Verbundenheit wird der Mensch immer bleiben. Uns nie wirklich verlassen. Aber wir müssen erstmals loslassen. Auch wenn das Scheinbild des Egos sagt man wäre eine Rabenmutter. Doch das eigene Sein und die Liebe die einen dann erfüllt und entgegen gebracht wird, zeigt einem ganz deutlich das es das Richtige ist. Denn der Mensch ist ja nicht weg, sondern nur losgelassen, um seinen eigenem Sein zu folgen. Was du liebst das lass los, kommt es zurück, war es nie weg, bleibt es fort gehörte es dir nie. © by emma (24.8.2009)

Dunst

Verdreckter Dunst drückt sich hernieder, // verwischt alle Kraft der Sinne und Farben. // Sehnsucht drängt heraus, immer wieder, // kann man sich nur an ihr erlaben. /// Glühende Hitze, Unerträglichkeit bringt, // Untiefen brechen all das auf. // Mit der Luft zum atmen ringt, // Stürme durchbrechen den Verlauf. /// Hoffnung wird Veränderung bringen, // helles Licht lässt alles erstrahlen. // Bewusstsein, das Leben wird gelingen, // wagt man alles Erfüllende zu sagen. /// Vermag man das alles zu leben, // tritt aus dieser Isolation heraus. // Möchte noch mehr davon geben, // das kein Dunst kommt mehr auf. /// © by emma (8.8.2009)

Das Winterlied

So gibt es immer wieder Dinge die wir tun oder lieben. Sachen, über die wir nicht bewusst nachdenken und einfach tun. Weil wir uns in ihnen Wohlfühlen oder sie uns unendlich gut tun. Auch in meinem Leben gibt es solche Dinge. Leider habe ich mich immer mehr, ohne das ich es wirklich wollte, einem Bild angepasst, welchen aber nicht meinem eigentlichen Sein entspricht. Zum Beispiel liebe ich den späten Herbst und den tiefen Winter. Ich liebte es stundenlang, schweigend, bei jedem Wetter, am liebsten in den eben besagten Jahreszeiten, durch die stellenweise karge Vorderrhön zu laufen. So wie ich auch schon sehr früh das Winterlied von Schubert liebte. ///Keine Blumen blühen, // nur das Wintergrün, // blickt durch die Silber Hüllen.// Nur das Fenster füllen, // Blumen, rot und weis, // aufgeblüht aus Eis. /// Ach kein Vogelsang, // tönt mit muntrem Klang, // nur Winterweise. // Nur die kleine Meise, // die am Fenster schwirrt, // und um Futter girrt. //// Schon als ich es beim ersten Mal hörte, war es für immer in meinem Herzen. In meiner Umgebung stieß ich mit diesen Eigenarten immer mehr auf Unverständnis. Es wäre alles so düster. Wie kann man nur so eine Einöde und so eine Kälte lieben? Wie kann man nur so ein trauriges Lied lieben? Doch ich selber empfand es nie als Öde, Trist und Traurig. Eine Erklärung dafür konnte ich nie finden. Eine wirkliche Suche strebte ich aber auch nie an. Es war für mich immer eine Tatsache, die einfach nur schön war und mir sehr gut tat. Um aber Diskussionen über solchen einen Zustand und die Anzweiflung meines Geistes zu entgehen, vermied ich es immer mehr zu erwähnen. Leider habe ich im Laufe der Jahre auch fast vergessen wie schön es wirklich ist. Außer ich war gerade mal in der Rhön zugegen. Das Lied sang ich auch höchstens noch in der Gesellschaft meiner Kinder, die dieses Lied zum Glück genauso schön finden. Aber wirklich habe ich nie über das ganze nachgedacht. Bis mir die Erklärung und die Antwort in den letzten Tagen, sehr unerwartet zugeflogen ist. Eine von der ich auch direkt beim erkennen sagen konnte ja das ist es. Was also ist am Herbst so schön? Jeder wird an den Oktober denken. An die vielen wunderschönen Farben, die in den vereinzelten letzten Sonnentagen richtig zur Geltung kommen. An Kastanien sammeln, und wenn er noch über ein kindliches Gemüt verfügt dann auch noch an das abgefallene Laub. Wie man es beim durchlaufen aufwirbelt. Oder wie man sich als Kind damit beworfen hat. Spontan würde mir auch noch die Hochsaison des Pilze Sammelns einfallen. Welches wir in der ehemaligen DDR auch nach Tschernobyl noch taten. Bis weit in den November hinein. Und damit begann meine eigentliche Leidenschaft. Selbst beim Regen, der mir nie etwas ausmachte. Doch geht man mit offenen Augen mal durch dieses gegebene Ganze, wird man eines erkennen. Die Natur, das Ganze erscheint in seinem eigentlichen Sein. So wie es eigentlich ist, ohne umschmückt oder beladen zu sein, von Grün, von Obst und Früchten. Alles ruht in sich. Ist Still und in keiner Weise erdrückend. Die Kälte lässt das Gesamte nur noch klarer erscheinen. Der Regen wirkt als würde er alles vom Staub und von der Last des schon vergangenen Jahres wegwaschen. So sind selbst solche Tage, wenn wir sie zulassen, eine Befreiung. Als würde wir in diesem Zustand auch unsere Lasten wegwaschen lassen. In unserem eigenen Sein ankommen. Uns wieder richtig spüren können. Da es Ende November in der Rhön schon sehr kalt ist. Gelegentlich auch schon Schnee liegt. Fällt der Übergang in den eigentlichen Winter gar nicht mehr auf. Die Luft wird wieder trocken und sehr klar. Die Sonne kommt auch schon wieder öfter zum Vorschein. Alles ist eisig und riecht nach Schnee, auch wenn er nicht zugegen ist. Noch offener und klarer kann sich das Ganze uns gar nicht präsentieren. Es hat von allem losgelassen und offenbart uns sein Innerstes. Leider kommen wir immer seltener in den Genuss von Schnee. Aber wenn wir ihn haben, ist es für mich das Vollkommene. Die Kälte lässt ihn Überfrieren. in der Sonne beginnt er zu glitzern und zu funkeln. Alles sieht so unschuldig und friedlich aus. So klar und weit, das selbst die Einöde und die Leere, die wir vorfinden, doch mit so unendlich viel ausgefüllt ist. Wenn wir dies wirklich sehen, können wir uns nur wirklich frei fühlen. Noch mehr, wenn wir so eine Einheit in uns fühlen und sehen. Sie lässt uns wach werden. Den Geist klar werden. Uns erfüllt fühlen, weil wir durch diese Offenheit das Sein erkannt haben, und jetzt all dies und die Liebe in unserem Herzen spüren. Deswegen liebe ich diese Zeiten im Jahr und dieses Lied. © by emma (21.8.2009)

Verbundenheit

Wenige Worte wir nur gebrauchen, // viele Wege stehen für jeden bereit. // In die Welt des anderen eintauchen, // spüren eine Verbundenheit. /// Immer tiefer möchten wir gehen, // suchen nach unserer Bestimmtheit. // Heißt es so vieles zu verstehen, // ergründen die Verbundenheit. /// Welten von einander entfernt, // erleben wir stets zur selben Zeit. // Unabhängig wir dasselbe gelernt, // überwältigt von Verbundenheit. /// Unsere Nähe wirkt nicht beklommen, // wächst uns die große Sicherheit. // Wohlige Gefühle werden vernommen, // erleben die Verbundenheit. /// Berühren uns so an aller Orte, // vertreibt es unsere Einsamkeit. // Lieben uns auch ohne Worte, // in inniger Verbundenheit.

Seelenverwandt

Unendlichkeit der Sehnsucht die ruft, // Gedanken wollen keine Ruhe geben, // Verwirrung nach dem anderen sucht. /// Entfernungen lassen uns nicht sehen, // können die Nähe des anderen spüren, // treibt es an, lässt immer weiter gehen. /// Synchronizität lässt unsere Wege ziehen, // die Gedanken den Einzelnen berühren, // durch Sicherheit keine Angst zu fliehen. /// Leere erstrahlt dann im hellsten Licht, // wenn sich kreuzen unsere Umlaufbahnen, // sehen die Gegebenheit in klarster Sicht. /// Brechen aus allem was uns umgibt, // die Leidenschaft lässt uns verschmelzen, // keinen Menschen je so sehr geliebt. /// Zieht jeder weiter seine Kreise, // bleiben unsere Seelen stets Verwandt, // lieben uns ganz auf unsere Weise © by Emma (24.7.2009)

Kartenhaus

Stetig immer weiter bauen, // ändert sich immer der Blick. // Die ganze Welt bestaunen, // erweitert einem alle Sicht. /// In jedem Sturm sich vertrauen, // doch hält es dem Ganzen stand? // Kann man oft nur zuschauen, // wie nichts hat einen Bestand. /// Das Leben tut darin wüten, // Absturz in dem ganzen Gerüst. // Nichts kann davor hüten, // Dunkelheit die nichts nützt. /// Unten verharren wäre nicht gut, bedacht geht man wieder ans Werk. // Bringt eine unbändige Wut, // zweifeln, für welch einen Wert. /// Stützen werden nun integriert, // Hoffnung sollte man finden. // Hilflosigkeit wird suggeriert, // Kräfte tun langsam schwinden. /// Eine Welle reißt auch das ein, // resignierend von vorne beginnen. // Wo sollte da noch ein Licht sein, // bleibt nur die Schönheit ersinnen. /// Aus Angst kommt Kälte zurück, // sonst könnte man es nicht überstehen. // Viele Worte übers große Glück, // wie soll man die so noch verstehen. /// Ein Sturm scheint mal wieder vorbei, // sollte man sich mal ergeben? // Zu viel Arbeit für den Weg steht bereit, // kommt das Kartenhaus mal nicht zum erlegen? © by Emma (19.7.2009)

Engel

Leben hier zu allen Zeiten, // auf allen Wegen zu gehen. // Fühlen jemand wird begleiten, // zwingt uns auch zum stehen. /// Stets an unserer Seite bleibt, // Schwingungen sind zu spüren. // Egal wie lang ist die Zeit, // Verbundenheit zutiefst berühren. /// Begleitend durch den Raum, // jener der uns stets umgibt. // Fühlen wir uns wie in einem Traum, // falls man doch mal einen sieht. /// Unverhofft in der größten Not, // vom Menschen oft verkannt. // Vernehmen das er bei uns wohnt, // in seinem Sein aber doch erkannt. /// Mit offenen Augen Welten sehen, // vor den Dingen niemals trohnt. // Nie blind vor einander stehen, // in jedem von uns ein Engel wohnt. C by Emma (10.7.2009)

Ein tiefer Sog

Ein tiefer Sog zieht mich rein, // zieht an mir mit großer Macht. // Sollte das mein Schicksal sein, // immer schwerer wird die Last. /// Alles Denken fällt nun schwer, // wie in Trance läuft alles ab. // Zehrt es an mir, immer mehr, // sollte das alles sein was ich hab. /// Entscheidungen, liegen mir nicht, // zu vieles strömt auf mich herein. // Fehlt mir dafür jetzt jede Sicht, // die rechten Worte fallen nicht ein. /// Achtsam durch das Leben gehen, // doch keine Kraft mehr zu haben. // Kann ich das Ganze grad nicht sehen, // möchte ich mich am Leben erlaben. /// In der Schönheit sinnieren, // temporär ins Träumen verschwinden. // Kann ich gerade nur vegetieren, // weis das Leben es zu unterbinden. /// So friste ich Tag aus Tag ein, // hoffen an der Last nichts zerbricht. // Bis das überstanden wird sein, // irgendwann sehe auch ich wieder Licht. © by emma

Ein erfüllter Tag

Beschwingt frei von Sorgen und Lasten werde ich wach. Was der Tag so bringen mag, kann ich zu diesem Moment des Tages noch nicht sagen, doch es fühlt sich an als würde es ein schöner entspannter und erfüllter Tag werden. Eigentlich kann er das nur werden, denn seit Jahren ist es der erste freie Tag, ohne Verpflichtungen, ohne Zeitplan, ohne den alltäglichen Druck und der Dinge die so anstehen sollen. Endlich ein Tag an dem ich mich mal so richtig treiben, und mich von innersten leiten lassen kann. An sich eine schöne Vorstellung. Da es noch sehr früh am Tage ist, lasse ich es auch erst einmal sehr ruhig angehen und mache mir einen schönen Kaffee. Mit einem großen Pott in der Hand streife ich durch die Wohnung und genieße erstmal die Ruhe, mit der Überlegung, wann habe ich den Tag das letzte Mal so entspannt erleben können. So genau weis ich es nicht, denn es ist schon sehr lange her. Doch ich möchte auch nicht nachrechnen da es wahrscheinlich nur als zu frustrierend zu wäre. Also verwerfe ich diesen Gedanken wieder. Bleibe vor dem geöffneten Fenster stehen und lasse mich von den ersten warmen Sonnenstrahlen des Tages, durch die gerade aufgehende Sommersonne, begrüßen. In Verbindung mit dem intensiven Duftes meines Kaffee’s, der zu vernehmen ist, schließe ich meine Augen, höre auf zu denken, und sauge das helle Licht, einfach alles was mich umgibt regelrecht in mich auf. Nach einem sehr langen Moment in dieser Situation, lasse ich mich auf meinem Sofa nieder und trinke weiter genüsslich von meinem warmen und wohltuenden Getränk. Schon sind auch all meine Gedanken und Sinne wieder im vollen Gange. Was beginne ich mit der vielen Zeit die sich mir heut bietet. Sehr behaglich ist mir das ganze doch noch nicht. Habe ich mir wirklich zu viel in den letzten Jahren zugemutet, oder ist es immer so, das man sich erst einmal befremdlich fühlt, nur weil man nach einer sehr langen Zeit, mal wieder ebensolche für sich zur Verfügung hat? Vieles geht so durch meinen Kopf. Leider auch die Dinge mit denen ich mich beschäftigen sollte. Denn es ist ja nicht nur einfach ein freier Tag, sondern der erste Tag eines neuen Kapitels in meinem Leben. So sollte ich mir Gedanken über die Zukunft machen. Doch die Erfahrungen die ich in den letzten Monaten machen musste, lassen mir das einfach als unmöglich erscheinen. So kann man bei einer genauen Betrachtung doch gar nicht wissen was sich in der Zukunft befindet, wenn man es mal nicht von den räumlichen Gegebenheiten absieht, sondern nur an Geschehnissen und Ereignissen ausmacht. Mal ganz banal gedacht. Woher soll ich wissen wie es mir morgen geht? Woher soll ich wissen was alleine dieser Tag mir verbirgt und alles bringen wird? Woher soll ich wissen was in einem halben Jahr ist? So durfte ich ja erst die Erfahrung machen, wie es ist, wenn selbst kurzfristige Pläne vollkommen über den Haufen geworfen werden. Ich möchte mir keine Gedanken machen, über Dinge die nicht zu greifen sind. Über Dinge die nur auf Grund von Spekulationen und die Erfahrungen der Vergangenheit hervorgerufen werden. Genauso wie ich nicht vom schlimmsten ausgehen möchte. Doch lasse ich es auch nicht außer Acht und sie sind auch in meinem vollen Bewusstsein. So sollten sie aber nicht zum Tagesinhalt des Neuem gehören, sondern alles nach und nach. Heute gehört nur mir und dem Hier und Jetzt. Keiner Vergangenheit und keiner Zukunft. Wenn dann nur zur Umsetzung neuer Träume und Ideen, die sich im verlaufe der mir bleibenden und treibenden Zeit in den Sinn kommen. Zumindest weis ich schon mal das ich mir in diesem heute beginnenden Abschnitt mehr Aufmerksamkeit zuteil kommen lassen möchte und Achtsamer mit mir umgehen möchte. Also beginne ich auch gleich heute mal damit. Das Wetter ist so schön, das sich die Frage nach der richtigen Nutzung des Ganzen, welches sich mir heute bietet auch schon wieder erübrigt. So beschließe ich, dass ich mich auch hinaus begebe, und mich einfach mal überraschen lasse wohin mein Weg mich führen wird. Zumindest habe ich kein bestimmtest Ziel, welches ich verfolgen sollte und welches sich mir aufdrängt Also wieso nicht mal treiben lassen. Hetzen lasse habe ich mich die letzten Jahre genug. Das ist genau ein Punkt in meinem Leben, den ich unbedingt mit der neu anbrechenden Zeit und der Möglichkeit, die sich mir bietet, nicht mehr zu einem wichtigen Bestandteil meines Daseins haben möchte. Immer angetrieben sein. Immer jede Sekunde des Tages so zu planen, das auch alles zu bewältigen ist. Das man alles und allen gerecht werden muss. Dieses sollte jetzt nun hinter mir liegen. Allein bei dem Gedanken, dass dies nun ein Ende haben soll, fühle ich mich sehr befreit und doch erfüllt. Obwohl ich noch nicht wirklich in dem Moment angekommen bin, durch das unbekannte Neue, welches sich mir bietet. So laufe ich in den Tag hinaus. Raus in die Weite, in die mir sich mit neuen Möglichkeiten und Sicht bietende, in die Leben erwachte Stadt hinaus. Ein reges Treiben, ist schon zu vernehmen, doch ist es in keiner Weise schon vom Stress des Alltags gezeichnet. Die ersten Straßencafe’s öffnen langsam ihre Pforten und in der morgendlichen Sonne und der noch kühlen klaren Luft wirken sie auf mich noch einladender als sie es sonst tun. Genau dann, wenn sie vollkommen überfüllt und hektisch, mit viel zu lauten und sich stets profilierenden Menschen sind. Denen es immer nur um das sehen und gesehen werden geht, und jeder einen jeden übertrumpfen muss. So gebe ich dem Wunsch, mich da an einem schattigen Plätzchen niederzulassen, und mir einen Cappuccino zu gönnen. Auch hier möchte ich mir nicht überlegen, wann ich das zum letzten Mal getan habe, sondern einfach diesen Moment so nehmen wie er ist, denn er ist einfach zu schön als ihn mit solchen Gedanken zu zerstören. Im Normalfall würde ich jetzt mein Buch, da sich in meiner Handtasche immer eines befindet, nehme und lesen. Doch fühle ich mich in dem Moment einfach zu wohl, das ich dies bleiben lasse und die Menschen in ihrem Lauf beobachte. Wie der Fischverkäufer seine neue Lieferung in den Laden trägt und sie schön in der Auslage trappiert. Der Gemüsehändler ganz gemütlich, das gerade verkaufte schön sorgsam verpackt, damit nichts gedrückt wird und dann unschöne Stellen bekommt und gleichzeitig sich mit dem ersten Kunden des Tages unterhält. Wahrscheinlich erzählen sie sich die Erlebnisse des gerade vergangen Wochenendes. Alle wirken als könnte sie nichts aus der Ruhe bringen. Oder ist es nur die eigene Ruhe die mich gerade umgibt. Die Stadt füllt sich immer mehr. Manche freudig beschwingt und manche schon selbst an so einem schönen Tag sehr gehetzt. Wobei mir dann auch auffällt das ich zum Ende der letzten Woche auch noch zu der letzteren Kategorie zählte. Doch nicht heute. So beobachte ich noch eine Weile das ganze Geschehen bevor ich mich wieder weiter auf meinen Weg mache, dessen Ziel mir immer noch nicht bekannt ist. So laufe ich einfach mal darauf los. Einfach ziellos leitend, immer weiter aus dem Geschehen und hinaus ins Grüne. In die Natur, die wenn man in der Stadt lebt, immer so rein und unberührt wirkt. Auch wenn ich in dem Bewusstsein bin, das es nicht an dem ist. Das wir Menschen eigentlich viel zu viel Schaden an dieser anrichten. So will ich es für diesen Moment so nehmen wie sie ist, und fühle ein noch größeres Gefühl an Freiheit, als ich es am Morgen und der Realisierung welch ein Tag heute ist, hatte. Alles nur noch aufnehmen zu wollen und mit allen Sinnen zusehen. Die Farbenpracht die sich durch die Sonne und ihren Lichtspielerei, in einer Flucht von Bäumen darstellt. Die Blumen in ihrer Schönheit und in alle ihren Farben wieder spiegelt. Der Duft, der durch das noch feuchte Gras, durch die nächtlichen Niederschläge, zu vernehmen ist. Als wäre der Dreck und Staub des Alltages von allem abgewaschen worden. So ist dies auch in der Luft zu fühlen, die trotz der schon sehr warmen Sonne, durch eine angenehme kühle zu spüren ist. Eine ganze Weile lasse ich das auf mich wirken und laufe währenddessen auch immer weiter raus. Hinaus aus der Hektik der Stadt. Aus den so oft erdrückenden Straßenfluchten, die stets von lauten Geräuschen umgeben sind, Hinaus aus der immer staubig und dreckig wirkenden Luft. Immer weiter raus in die Klarheit und die Reinheit, die viel zu selten noch zu finden ist. Immer mehr verspüre ich die wohlige innere Ruhe die mich umgibt, und lasse mich auf einer Lichtung nieder. Lege mich einfach ins Gras und genieße den Moment, und mich abermals von der Sonne berühren. Jeden einzelnen ihrer Strahlen auf meinem Körper spüren. Mich von ihr wärmen. Es fühlt sich an als hätte ich sie eine Ewigkeit nicht mehr fühlen können. So nehme ich alles auf, als wenn es wieder eine andere lange Zeit bedarf, bis ich diesen Luxus, dem ich in diesem Moment frönen darf, wieder erleben kann. So überfällt mich zwar keine Traurigkeit, doch das ernste Wahrnehmen, wie schon so oft in den letzten Monaten, das ich eigentlich viel zu wenig Zeit für mich und die wirklich schönen Dinge hatte. Die, die wir gleich vor der Haustüre finden. Uns immer frei zur Verfügung stehen. Doch das gegenwärtige Leben uns immer wieder die Zeit nimmt, das wir unsere Augen und all unsere Sinne verschließen lässt, uns so einnimmt, das wir diesen Zustand des Verschließens überhaupt zulassen, und all das schöne, welches ich gerade als das Größte empfinde, nicht mehr wahrnehmen lässt. Noch sehr lange bleibe ich da liegen, lasse mich treiben. Versuche die Wärme und den Wind zuspüren. Alle Geräusche, angefangen vom Rauschen der Blätter durch den Wind. Das summen der Bienen, die von einer Blume zur nächsten fliegen, sowie das vereinzelte zwitschern der Vögel, welches stellen weise so klingt als würden sie sich unterhalten. Sowie ich auch noch den Duft, das Licht und die Farben auf mich wirken lasse, bevor ich mich dann irgendwann, vollkommen betört von dem Ganzen wieder auf meinem Heimweg begebe. Frei von bedrückenden und zermarternden Gedanken über die Zukunft. Frei von der Last der Vergangenheit. Rein von allem Dreck und Staub der auf mir lag. Erfüllt und selig von einem traumhaften ersten Tag in meinem neuen Leben, für dessen weitere Planung auch in den danach kommenden Tagen noch Zeit bleibt. Doch werde ich dabei nicht vergessen, das es zu viele Sachen gibt für die ich den Blick und auch die Zeit nicht wieder aus den Augen, aus mir heraus verlieren möchte. © by Emma (5.7.2009)